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Digital Branding

Online-Marketing in der Immobilienwirtschaft – Chancen und Möglichkeiten von SEO und Digital Branding

Sebastian Petrov, Geschäftsführender Gesellschafter, seosupport GmbH
Sebastian Petrov

Später als in anderen Branchen, aber dafür umso intensiver, hat die Digitalisierung die Immobilienwirtschaft erfasst. Käufer und Mietinteressenten suchen vermehrt online nach Immobilien, während die Auflagen im Printbereich beständig zurückgehen. Trotzdem hinkt die Branche beim Thema Online-Marketing im Allgemeinen und Digital Branding im Besonderen hinterher. Hier werden große Chancen vergeben, um Kunden zu binden und starke Marken zu etablieren.

Niemand wird im Jahr 2018 mehr ernsthaft in Frage stellen, dass das Internet für uns die erste Anlaufstelle ist, wenn wir uns über Produkte und Unternehmen informieren möchten. Bevor man kauft und wenn man kauft geht man selbstverständlich online. Ohne Online-Marketing-Maßnahmen kommt kein Unternehmen mehr aus. SEO, SEM, Storytelling, Reputationsmanagement, Social Media oder Digital Branding sind Themen, die für internationale aber auch mittelständische Unternehmen heute darüber entscheiden können, ob sie sich als Marke etablieren und Kunden binden oder in der (digitalen) Vergessenheit versinken.

90% der deutschen Immobilienunternehmen treiben die Digitalisierung voran

Dem Online-Marketing gegenüber hat die Immobilienbranche bisher recht standhaft Augen und Ohren verschlossen. Das mag daran liegen, dass in der Überzeugung von Maklern, Hausverwaltungen oder Eigentümern SEO und Content-Marketing bisher keine Schnittmenge mit dem täglichen Geschäft der Branche besitzen. Doch das ändert sich nun schlagartig, und das ist gut so: Laut einer aktuellen Studie des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) halten 90% der Befragten aus der Immobilienwirtschaft das Thema digitale Strategien für ausgesprochen relevant für ihr Unternehmen. Jedoch dürfen die Verantwortlichen hier nicht bei smarten Anwendungen und Technologien, die man unter „Smart Real Estate“ oder „Smart Metering“ subsumiert, Halt machen. Die Digitalisierung muss auch den Marketingbereich umfassen, um wirklich zukunftsfähig zu sein.

Was heißt Online-Marketing für die Immobilienbranche konkret?

Wie können Online-Marketing-Strategien nutzbringend für die Immobilienbranche eingesetzt werden? Zugegebenermaßen funktioniert die Vermarktung einer Immobilie nicht in jedem Punkt genauso wie die eines Sportschuhs oder einer kalorienreduzierten Limonade. Aber die Möglichkeiten des Online-Marketings sind so groß und so breit gefächert, dass auch Projektentwickler, Makler, Architekten oder Verwaltungen davon profitieren können. Im Jahr 2018 geht es beim Online-Marketing nicht mehr vorrangig nur um Bekanntheit, sondern darum, eine Geschichte zu erzählen, Vertrauen zu schaffen und einzigartig zu sein. Und gerade die Immobilienwirtschaft bietet ein Produkt an, das mit Emotionen und Geschichten aufgeladen ist: Die eigenen vier Wände.

SEO ist gut, Online-Marketing kann aber noch mehr

Wer Online-Marketing hört, denkt zunächst oft an SEO, d.h. Search Engine Optimization bzw. Suchmaschinenoptimierung. Das Prinzip ist so einfach wie effektiv: Eine Website wird so optimiert, dass sie bei Google und anderen Suchmaschinen möglichst weit oben rankt und so ein Maximum an Aufmerksamkeit erzielt. Auch AdWords- und E-Mail-Kampagnen fallen dem einen oder anderen noch ein, wenn es um Vermarktung im Internet geht. Aber all diese nützlichen Maßnahmen bleiben ohne eine professionelle Website, auf der sich das Unternehmen als Marke präsentieren kann, letztlich wirkungslos.

Es geht nicht ohne professionelle Website

Ein Thema, das gerne unterschätzt wird, ist die Website des Unternehmens. Und doch ist sie das Herz des Online-Marketings. Hier geht es nicht um eine schnell zusammengebaute Landingpage mit Impressum und Besucherzähler, sondern um das Empfangszimmer, das den Interessenten zu gehaltvollem Content, Produkten und nützlichen Informationen führt – mit anderen Worten: Die Website muss einen Mehrwert bieten, der Kunden immer wieder auf sie zurückführt und langfristig an das Unternehmen bindet. Das kann zum Beispiel durch ein durchdachtes Webdesign geschehen, durch einen Blog mit branchenrelevanten Themen, Kundenbewertungen und Produktinformationen. Wichtig ist bei jedem Content, dass er laufend aktualisiert wird und einen echten Mehrwert bietet. Wenn SEO-Maßnahmen auf eine solche Website führen, dann können sie auch messbare Resultate zeitigen.

Zur Marke werden mit Geschichten und Emotionen

Um sich bei den Kunden als Marke zu etablieren ist also eine gute Website mit Unique Content der erste Schritt. Jedoch ist es beim Digital Branding – also der Markeninszenierung – weiterhin nötig, diese synchron in möglichst vielen Kanälen voranzutreiben. Social Media ist besonders für den Transport von Markenwerten geeignet. So lässt sich beispielsweise Instagram hervorragend mit einer starken und emotionalen Bildsprache für die angebotenen Immobilien werben: Hier steht weniger die Quadratmeterzahl im Vordergrund als das gute Gefühl, ein Zuhause für sich und seine Familie zu finden. Das Stichwort heißt Storytelling, also die Vermittlung von Informationen durch Geschichten. Wenn es um die branchenspezifischen Fakten des Angebots geht, kann der Kunde wiederum in einen anderen Kanal des Unternehmens wechseln und sich beispielsweise auf der Website Exposés herunterladen. Es ist die ausgewogene Kombination von Emotion und Information, die Kunden anspricht und bindet.

Trotzdem hat beispielsweise bei den Wohnungsgesellschaften nur ein verschwindend geringer Anteil von 5% eine eigene App für ihre Angebote, wie 2015 eine Studie des FOG-Instituts zur digitalen Transformation in der Wohnungswirtschaft herausfand - obwohl immerhin 40% der Befragten davon ausgingen, dass vor allem junge Mieter die Dienstleistungen auch online in Anspruch nehmen würden. Da ist noch Luft für effektives Online-Marketing.

Klingt einfach, ist aber komplex

Was sehr einfach klingt birgt in der Umsetzung viele Fallstricke, durch die das Unternehmen Schaden nehmen kann. Denn Online-Marketing ist das Zusammenspiel vieler sensibler Maßnahmen, die bei der Umsetzung einer gewissen Erfahrung bedürfen. Schnell können gutgemeinte Social-Media-Kampagnen nach hinten losgehen, die vermeintlich professionelle Website durch Fehlfunktionen Kunden vergrätzen und so der Reputation schaden. Da das Internet bekanntlich nichts vergisst, sollte man Experten beim Aufbau der eigenen Marke konsultieren.

Mut zu einer starken Online-Präsenz

Als Immobilienunternehmer sollten Sie keine Angst davor haben, sich durch eine starke Präsenz im Internet bekannter zu machen. Jedoch kann dies langfristig nur zu einem sichtbaren Erfolg führen, wenn Sie dabei stringent vorgehen und eine gute Strategie verfolgen. Solides Content-Marketing und ein gutes Google-Ranking können Sie im Zusammenspiel zu einem geschätzten Fachmann in der Branche machen – jenseits Ihrer Anwesenheit bei den üblichen Immobilien-Plattformen. Und was verkauft sich am Ende schließlich besser als Kompetenz und Vertrauen? Weitere Informationen zu den Themen Digital Branding, Suchmaschinenoptimierung und Online-Marketing findet man auf https://www.seosupport.de/.

Profile des Autors Sebastian Petrov:

https://de.linkedin.com/in/sebastian-petrov-148637a2
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Die Nutzungsrechte wurden The Property Post zur Verfügung gestellt von seosupport GmbH
Erstveröffentlichung: The Property Post, März 2018

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