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Intelligentes Mietermanagement

Mieterkommunikation über integriertes Propertymanagement für Gewerbeimmobilien

Matthias Thomas Münch, Regional Manager Sales D-A-CH, Yardi Systems GmbH
Matthias Thomas Münch

Portale: Herausragender Service für Wohn- und Gewerbemieter
In der Gewerbeimmobilienbranche mag es heutzutage leicht fallen, vielleicht sogar nachvollziehbar sein, das Verhältnis zwischen Mieterinteraktion und Asset-Performance zu relativieren. Schließlich mussten Arbeitnehmer im Zuge der COVID-19-Pandemie weitgehend ihre Büros räumen und der Einzelhandel hat weiterhin mit der wachsenden Präsenz des E-Commerce zu kämpfen.

Eigentümer sollten jedoch nicht aus den Augen verlieren, wie wichtig eine kontinuierliche Kommunikation zwischen ihnen und ihren Mietern ist, um Interessenten zu gewinnen, Mieter zu halten und effizient zu arbeiten. Erin Wicomb vom Immobilieninvestor Mavrik Investing in San Diego stellt fest, dass „die Kundenbindung oft ein unterschätzter Faktor für den Erfolg in der Immobilienbranche ist und nicht annähernd die erforderliche Aufmerksamkeit erhält. Es wird viel Mühe darauf verwendet, neue Mieter zu finden und Objekte zu vermarkten. Dabei vernachlässigen Investoren und Vermieter oft, sich um bestehende Kunden zu kümmern und für ihre Zufriedenheit zu sorgen.“

In einem Bericht zum Wohnimmobilienmarkt mit dem Titel Disruption: How Demographics, Psychographics and Technology Are Bringing Multifamily to the Brink of a Design Revolution aus dem Jahr 2018 stellte der U.S. National Multifamily Housing Council fest, dass „sich die Bedürfnisse und Wünsche der Mieter von morgen in vielerlei Hinsicht so sehr verändert haben, dass die Branche anfangen muss, darüber nachzudenken, wie sie sich anpassen kann. Andernfalls geht sie das Risiko ein, den Anschluss zu ihren zukünftigen Kunden zu verlieren.“

Ähnlich heißt es auch in einem von Colliers International veröffentlichten Leitfaden zur Vermietung von Gewerbeimmobilien, dass „der Hauptgrund dafür, dass die Beziehung eines Eigentümers zu seinem Mieter in die Brüche geht, mangelnde Kommunikation ist – und dies liegt oft in der Verantwortung des Objektverwalters“. Weiter heißt es: „Sie können den weltbesten Kundendienst haben, aber wenn das Propertymanagement aufgrund mangelnder Voraussicht oder schlechter Kommunikation scheitert, kann all das Vertrauen, das Sie aufgebaut hatten, auf einen Schlag verloren gehen.“


Technologie für Wohnimmobilien zeigt Erfolg
Wie vermeiden Wohnungseigentümer diesen schweren Schlag und kümmern sich um die Bewohner, pflegen eine kontinuierliche Kommunikation und bauen Wohlwollen auf? Für viele lautet die Antwort: Portale. Sie sind ein wertvolles Instrument, um den Mitgliedern der Wohngemeinschaft zu jeder Tages- und Nachtzeit die Dienste bereitzustellen, die sie benötigen könnten. Der nahtlose Zugriff auf Kontakt-, Lead-, Miet-, Bewohner- und Objektdaten ermöglicht es den Mitarbeitern, sich auf Aufgaben mit höherem Mehrwert zu konzentrieren.

Moderne Technologieplattformen für das Propertymanagement umfassen Portale als Teil eines End-to-End-Systems, das alle Dienste für Interessenten und Bewohner über den gesamten Lebenszyklus eines Mietverhältnisses bereitstellt, vom Erstkontakt bis zum Einzug, der Mietvertragsverlängerung und dem Auszug, und eine zeitnahe Kommunikation ermöglicht.

 

Neue Vorteile für Anbieter von Gewerbeimmobilien
Betreiber von Gewerbeimmobilien sollten in Erwägung ziehen, es den Anbietern von Wohnimmobilien gleichzutun und Portale und Apps zu implementieren, die Mieterdienste viel effizienter bereitstellen, als dies über Telefon und E-Mail möglich ist.

Objektverwalter können beispielsweise Ankündigungen, Notfallpläne und andere wichtige Informationen einfach über ein Portal verteilen. Die Mieter können ihrerseits Instandhaltungsanfragen stellen und der Anfrage eine Audio- und Fotodokumentation beifügen.

Zwar sind Millennials, die nach modernsten Zusatzleistungen in ihren Wohnräumen streben, die offensichtlichsten Befürworter von technologischen Innovationen bei Immobilien. Doch auch im Bereich der Gewerbeimmobilien vollzieht sich ein Generationswechsel. Ähnlich erwarten die jüngeren Arbeitnehmer in der Branche bequeme Online- und mobile Selfservice-Dienste etwa für den Dokumentenzugang, elektronische Zahlungen, Instandhaltungsanfragen, die Dateneingabe im Vertrieb und Hausmeisterdienste.

Im Idealfall sind die Portale in eine Propertymanagement- und Buchhaltungsplattform integriert, die Finanzbuchhaltung, Betrieb, Vermietung, Instandhaltungsmanagement und andere Vorgänge in einer cloudbasierten Datenbank zentralisiert. Da manuelle Vorgänge wie das Erfassen von Aufgaben entfallen, können sich Eigentümer darauf konzentrieren, Mietverträge abzuschließen, die Mieteinnahmen zu maximieren, Umbauten und Renovierungen voranzutreiben und letztlich den Wert ihrer Objekte zu steigern. Einige Propertymanagementplattformen nutzen künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und Chatbots, um historische Leistungsdaten auf Einheitenebene mit Marktprognosen zu verknüpfen. Die daraus resultierenden portfolioweiten Daten und Empfehlungen helfen Managern, fundierte Entscheidungen zu treffen, um Kosten zu senken und die Asset-Performance zu steigern.

Portaltechnologie bietet eine menschliche Komponente, die nachweislich zur Mieterzufriedenheit beiträgt, einem wichtigen Aspekt für die Mieterbindung und den Ruf eines Objekts auf dem Markt. Erin Wicomb von Mavrik Investing rät: „Entwickeln und bieten Sie von Anfang an Kanäle für eine offene Kommunikation mit den Mietern, die über den reinen Mietvertrag hinausgehen. Wenn es Ihnen gelingt, eine gute Beziehung zu den Mietern aufzubauen und ihnen zum Erfolg zu verhelfen, wird sich das letztlich auf Ihre Gewinne als Vermieter und Investor auswirken.“
 

 

Die Nutzungsrechte wurden The Property Post zur Verfügung gestellt von Yardi Systems GmbH
Erstveröffentlichung: auf LinkedIn durch Yardi Systems GmbH am 03.09.2020

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