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Lebensraum effektiv nutzen

Mikrowohnungen als Chance

Jens Hoffstiepel, Marketing & PR Manager, Crem Solutions GmbH & Co.KG
Jens Hoffstiepel

Immer mehr Pendler, Studierende oder Auszubildende sind auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum in bestenfalls zentralen Lagen unserer Metropolen. Daneben benötigen oft auch Projektarbeiter oder Berater mit Zeitverträgen temporäre Unterkünfte. Diese Faktoren, in Verbindung mit dem herrschenden Wohnungsmangel in den Ballungsräumen, führen dazu, dass gerade in den beliebten Großstädten und Studentenhochburgen die Quadratmeterpreise immer weiter ansteigen. Mancherorts ist die “Durchschnittswohnung” daher kaum noch finanzierbar, wenn man überhaupt eine findet.

Viele Mietinteressenten machen bei der Wohnungssuche daher Abstriche bei der Wohnungsgröße und auf dem Wohnungsmarkt entwickelt sich ein Trend der modernen Wohnraumnutzung. Sowohl auf Seiten der Mieter als auch auf Seiten der Anbieter werden temporär anmietbare Mikrowohnungen ein immer größeres Thema.

Mikrowohnungen decken oft genau die Marktlücke des bezahlbaren, zentralen Wohnraums ab, die von den oben genannten Personenkreisen gesucht wird. Die kleinen, oft möblierten, modern designten Wohnungen mit 20 bis 30 Quadratmetern, können für einen festgelegten Zeitraum angemietet werden und sind quasi nichts Anderes als die altbewährten Ein-Zimmer-Appartements, wie sie auch früher schon als Studentenunterkünfte genutzt wurden – jetzt findet man sie jedoch mit einer sehr zeitgemäßen Ausstattung und vor allem mit allen technischen sowie platzsparenden Möglichkeiten, die die heutige Zeit bietet. Die in der Regel möblierten Mikrowohnungen weisen eine auf die kleinen Apartments zugeschnittene, sehr funktionale Inneneinrichtung auf, sodass ein direktes “Loswohnen” möglich ist.

Im ersten Augenblick ist es kaum vorstellbar von einer großräumigen Mehrzimmerwohnung auf ein 20-Quadratmeter-Apartment umzusteigen und trotzdem auf nichts verzichten zu müssen - denkt man. Doch genau dieses Ziel verfolgen Mikrowohnungen und befriedigen so die Wünsche der meist jungen Zielgruppe - reduziert auf die Kernfunktionen, aber trotzdem mit allem ausgestattet, was man zum Leben benötigt, rückt das platzsparende Wohnen hier in den Fokus und bedient genau die Anforderungen des Marktes.

Die Chance, solche Mikrowohnungen temporär anmieten zu können, ist eine reizvolle, zeitgemäße Möglichkeit, auch für einen überschaubaren, vielleicht festgelegten Zeitraum, modern zu wohnen und trotz eingeschränkten Raumangebotes auf nichts verzichten zu müssen. Einen zusätzlichen Anreiz für die Anmietung eines solchen Apartments, gerade für die beschriebenen Zielgruppen, bieten die oft zentrale Lage sowie gute Verkehrsanbindungen der kleinen Apartments.

Die Einrichtung der Mikrowohnungen entspricht häufig einem durchdachten, platzsparenden Raumkonzept, bei dem die Kombination aus sowohl praktischen als auch ästhetischen Gestaltungselementen im Vordergrund steht. Die fortschreitende Digitalisierung und die moderne Technik machen es dabei zusätzlich möglich, Platz zu sparen und Stauraum anderweitig zu nutzen. Dokumente werden selten noch in Papierform abgelegt, Musik und Bücher werden durch Streamingdienste und E-Books ersetzt. Dieser vorhandene Platz kann folglich sinnvoll für andere Dinge genutzt werden. Damit werden alle Grundbedürfnisse, die an einen Lebensraum gestellt werden, abgedeckt.

Modern, komfortabel, unkompliziert und bezahlbar lautet das Motto.

Weitere Vorteile für die potenziellen Mieter bieten zudem ein oft in den Mietpreis integrierter Internetanschluss sowie alle bereits beinhalteten Neben-und Betriebskosten. Planungssicherheit bei der temporären Anmietung oder bei der Finanzierung eines Zweitwohnsitzes ist hier der entscheidende Aspekt - die Idee dahinter ist, die eventuell nachträglichen Kosten einer späteren Neben- und Betriebskostenabrechnung zu vermeiden, sodass ein temporäres Anmieten auch für einen überschaubaren Zeitraum Sinn macht. Aufgrund der kleinen zu bewirtschaftenden Fläche bieten die Mikrowohnungen gerade in diesem Bereich die ökologischen sowie ökonomischen Vorteile und Energiesparmöglichkeiten - Betriebskosten können für die Apartments daher in der Regel gut eingestuft werden.

Die großen wirtschaftlichen Vorteile für Immobilienunternehmen liegen Nahe - diese Form von Wohnkonzept könnte höhere Mieteinnahmen erwirtschaften. Mehrere Mikrowohnungen bringen mehr Miete ein als eine 210-qm-Wohnung. Und mithilfe einer effizienten Softwarelösung für die Immobilienverwaltung hält sich auch der möglicherweise höhere Arbeitsaufwand für die Verwaltung mehrerer Wohnungen in Grenzen. Ökologische und ökonomische Vorteile für Mieter und Vermieter sind somit nicht von der Hand zu weisen.

Deshalb haben auch einige Immobilien Investoren die Mikrowohnungen für sich entdeckt. Die Problematik, dass es in Deutschland immer noch zu wenig passenden, günstigen Wohnraum gibt, hat sich in den letzten Jahren nicht verändert bzw. verbessert. Mit regulärem Wohnungsbau ist der Mangel nur schwer zu bewältigen. Mit einem steigenden Angebot an Mikroapartments kann man diesem Missstand jedoch teilweise entgegenwirken. Das veranlasst jetzt einige Investoren dazu, gerade in beliebten Städten wie z. B. Hamburg, solche alternativen Wohnformen umzusetzen. Bei rund 32.000 Auszubildenden und etwa 100.000 Studierenden an den Universitäten und vom Studierendenwerk gerade mal 4.000 betriebenen Wohnplätzen fehlt es in Hamburg an allen Ecken und Enden an Wohnraum. Für Investoren und Entwickler entsteht aber nicht nur in Hamburg ein recht dynamischer Wachstumsmarkt für temporäre Wohnprojekte.

Aber gerade die temporäre Vermietung dieser Apartments macht ein erfahrenes Property Management und ein professionelles Vermietungsteam notwendig. Aufgrund der höheren Mieterfluktuation und der Vielzahl der Bewohner ist die Verwaltung solcher Immobilien sowie die erfolgreiche Bewirtschaftung eine große Herausforderung.

Betriebskosten mit allen integrierten Nebenkosten, wie Internet und Telefon, schnell wechselnde Mietverhältnisse, die Überprüfung und gegebenenfalls Instandsetzung der Ausstattung bringen einen höheren Verwaltungsaufwand mit sich. Dazu erwarten die Mieter oft, dass der Betreiber den angebotenen Full-Service, inklusive Internet und Gemeinschaftseinrichtungen, stets auf dem neuesten Stand hält und bei Störungen sofort tätig wird. Ausschlaggebend für eine erfolgreiche Verwaltung und die damit einhergehende Zufriedenheit der Mieter ist daher ein gut funktionierendes Verwaltungssystem für den Immobilienbestand, mit dem man die vielen Flächen effektiv und problemlos verwalten kann. Daher ist eine Software mit integrierten Funktionen, wie Interessentenmanagement, Kundenportal, Instandhaltungsmanagement und den vielen weiteren modernen Möglichkeiten der digitalen Verwaltung von Immobilien ausschlaggebend für das erfolgreiche Management und den damit für Immobilienunternehmen einhergehenden Mehrwert solcher Immobilienbestände.

Die Nutzungsrechte wurden The Property Post zur Verfügung gestellt von Crem Solutions GmbH
Erstveröffentlichung: The Property Post, Februar 2018

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