The Property Post - Das Online-Meinungsportal für die deutsche Immobilienwirtschaft
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10.02.2021

Aus dem Lockdown gestärkt hervorgehen

Zeit zur digitalen Optimierung der Arbeitsprozesse nutzen und profitabler arbeiten

Nessim Djerboua, Mit-Gründer & Geschäftsführer, EverReal GmbH
Nessim Djerboua

Der „Lockdown light“ ist für manche Immobilienunternehmen alles andere als „light“, denn die geltenden Kontaktbeschränkungen erschweren oder verhindern vorübergehend einen Teil ihrer Geschäftsaktivitäten. Der unfreiwillige Stillstand in einigen Bereichen bietet jedoch auch die Chance, interne Strukturen durch Digitalisierung zukunftsfähig zu machen. The Property Post sprach darüber mit Nessim Djerboua, Mit-Gründer und Geschäftsführer der EverReal GmbH in München.

The Property Post: Herr Djerboua, Immobilienunternehmen müssen sich nun schon zum zweiten Mal im Jahr 2020 mit den vielfältigen Einschränkungen auseinandersetzen, die der erneute „Lockdown“ mit sich bringt. Wie können die Unternehmen darauf reagieren, um möglichst wenige Nachteile zu erleiden?
Nessim Djerboua: Die durch Corona verursachte Verlangsamung des Geschäfts hat zwei positive Aspekte – die freigewordene Zeit und die Offenheit für neue Wege. Die Zeit und der Mut, neue, eben digitale, Lösungen für Arbeitsprozesse auszuprobieren, damit das Geschäft stabil bleibt. Das ist auch der Grund, warum die Corona-Zeit als Katalysator für die Digitalisierung im Allgemeinen gilt. Die Immobilienbranche ist hier keine Ausnahme. Das EverReal Kundenportfolio hat sich während der Corona-Krise verdoppelt und wir spüren, dass die Immobilienbranche den digitalen Lösungen gegenüber offener ist. Zum einen, weil die aktuelle Situation keine Alternativen gelassen hat, als zum Beispiel im persönlichen Kontakt auf digitale Hilfsmittel umzusteigen, zum anderen ist der Mehrwert, der offensichtlich auch nach der Krisenzeit für ein effizienteres Arbeiten sorgt spürbar – und das motiviert zum Auseinandersetzen mit der Digitalisierung. Gerade Hausverwaltungen und Wohnungsunternehmen sind von der Pandemie betroffen. Der Kundenkontakt ist eingeschränkt bis ausgeschlossen, Besichtigungen können nur sehr eingeschränkt durchgeführt werden. Da sehen wir, dass unsere Kunden aus dem Immobilienvermietungsbereich, die ihre Arbeitsprozesse bereits teil- oder voll digitalisiert haben, ihr Geschäft auch in der Corona-Zeit weiterhin sehr gut vorantreiben. Ich denke also, das Mindeste, was Unternehmen jetzt machen können und sollten, ist, sich Zeit und die Offenheit für moderne Tech-Lösungen zu erlauben, sich über die bestehenden Softwarelösungen zu informieren, sie im Arbeitsalltag zu testen und zu implementieren.

TPP: Was raten Sie Unternehmen, die noch nicht so weit sind. Lohnt sich die Digitalisierung unter den aktuellen Bedingungen oder ist es besser, das Ende der Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen abzuwarten?
N. D.:
Wer im Wettbewerb weiter gut mithalten und sich erfolgreich am Markt behaupten möchte, sollte beim Thema Digitalisierung nicht zögern. Lösungen wie das weitestgehend automatisierte Vermieten inklusive der seit Februar 2021 möglichen Anbindung von Geschäftspartnern und Eigentümern für die Zusammenarbeit in einer Plattform lassen sich relativ schnell und unkompliziert im Unternehmen einführen. So bleiben die Vermietungsteams nicht nur unter Pandemiebedingungen arbeitsfähig, sondern werden zugleich von einer Reihe repetitiver Administrationsaufgaben entlastet, die bislang viel Zeit und Energie gekostet, aber wenig zur Wertschöpfung beigetragen haben. Das senkt das Frustrationspotenzial und erhöht die Freude an der Arbeit, was gerade im gegenwärtigen Umfeld ein nicht zu unterschätzender Faktor ist.

Erstmals digital mit Geschäftspartnern & Eigentümern in einer Plattform zusammenarbeiten – mehr dazu in Video.

Zum Video von EverReal

TPP: Wie unterstützen Sie als Anbieter einer ganzheitlichen Digitallösung für alle Transaktionen in der Immobilienwirtschaft Ihre Kunden dabei?
N. D.
: Als wir EverReal gegründet haben, sahen wir uns gängige Arbeitsabläufe mit viel Papier und manuellen Vorgängen im Vermietungsprozess an und sagten “das können wir besser machen”. In enger Zusammenarbeit mit Branchenexperten und später auch im engen Austausch mit unseren ersten Kunden haben wir die Arbeitsprozesse maximal optimiert, indem wir sie digitalisiert haben. Heute übernimmt EverReal die meisten zeitaufwendigen Admin-Aufgaben im Vermietungsprozess und spart so bis zu 80 Prozent Arbeitszeit pro Vermietung, die unsere Kunden für andere wichtige Dinge nutzen. Die so wichtigen Daten für Optimierungen und Entscheidungen sind mit der Software strukturiert und in Echtzeit verfügbar – mittlerweile sogar nicht nur unternehmensintern, sondern auch für Geschäftspartner oder Immobilieneigentümer. Die intuitive Bedienung der Online-Plattform steht bei uns bei der Produktentwicklung immer im Fokus - eine Software macht nur Sinn, wenn sie für die Nutzer wirklich einfach zu benutzen ist. Und außerdem lieben es unsere Kunden, dass unser cloudbasierter Profitabilitäts-Booster innerhalb von 24 Stunden einsetzbar ist und sie in kürzester Zeit loslegen können. Man kann bei uns immer unverbindlich und in vollem Umfang testen, aber im Adventsmonat legen wir noch einen drauf und schenken mit dem EverReal Weihnachtsspezial 3 Monate EverReal-Nutzung inkl. aller Zusatz-Module.

TPP: Wenn Sie Ihre Gespräche mit Kunden und potenziellen Nutzern von EverReal in den vergangenen Monaten Revue passieren lassen, wo sehen Sie da die größten Hürden, die der Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen in Immobilienunternehmen noch im Weg stehen?
N. D.:
Generell ist die Offenheit für digitale Lösungen in den letzten Jahren deutlich gestiegen, nicht nur durch Corona. Doch oft wird Digitalisierung immer noch als ein Modetrend gesehen. Deshalb liegt es uns am Herzen immer wieder zu zeigen, dass die Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft für ein konkretes Nutzen steht. Viele Unternehmen erkennen die hohen Zeit- und Kostenersparnisse, die durch konsequente Digitalisierung erzielt werden. Was jedoch häufig noch unterschätzt wird, sind die hohen Opportunitätskosten derjenigen, die noch an weitgehend manuellen Prozessen festhalten oder nur Teilprozesse digitalisieren. Das birgt erhebliche Risiken im Wettbewerb mit anderen Marktteilnehmern, die oft noch nicht in vollem Umfang wahrgenommen werden. Ein anderer Aspekt, der selten mitbedacht wird, obwohl ebenso wie Digitalisierung in aller Munde - ist die Nachhaltigkeit. Effizienz und Nachhaltigkeit sind zwei Hauptattribute des modernen Zeitgeistes. Digitalisierung erhöht Effizienz. Und Effizienz ist in jeder Hinsicht nachhaltig.

TPP: Herr Djerboua, vielen Dank für das Gespräch!

Die Nutzungsrechte wurden The Property Post zur Verfügung gestellt von EverReal
Erstveröffentlichung: The Property Post, Februar 2021

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