Johannes Martin (CDU/ MdA), Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen spricht mit The Property Post über die wohnungspolitischen Impulse der aktuellen Regierungskoalition.
The Property Post (TPP): Wohnen ist den Berlinern zu Folge, dass wichtigste Thema vor der Wahl. Welche Aspekte spielen dabei für Sie eine besondere Rolle?
Johannes Martin (JM): Wir müssen alles dafür tun, schnellstmöglich bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dafür bedarf es eines Dreiklangs: Mit den Initiativen Schneller-Bauen und Einfach Bauen haben wir umfangreich Genehmigungsverfahren beschleunigt und vereinfacht. Auf diesem Wege kann Wohnraum schneller und günstiger geschaffen werden. Die Wohnungsneubauförderung haben wir auf ein Rekordniveau angehoben.
TPP: Wie beurteilen Sie den Wettbewerb um den härtesten Mieterschutz, wie er aktuell im linken Spektrum geführt wird?
JM: Er geht am eigentlichen Problem vorbei, da es vor allem an Wohnraum fehlt. Daher muss die Priorität auf der Schaffung von neuem Wohnraum liegen. Unabhängig davon können Verstöße bei unzulässigen Miethöhen oder Verstößen des gegen des Wohnungsaufsichtsgesetz bereits heute verfolgt werden. Wir haben hier mit der Mietpreisprüfstelle für Mieter eine niedrigschwellige Anlaufstelle geschaffen und die Wohnungsämter gestärkt.
TPP: Hat die aktuelle Koalition genug getan, um eine hinreichende Entlastung beim Angebot zu schaffen?
JM: Die Koalition hat den Weg für schnellere und einfachere Genehmigungsverfahren bereitet. Wir haben darüber hinaus Handlungsleitfäden für die Anwendung der neuen Möglichkeiten des Bauturbos vorgelegt und auch Erweiterungen des Bestands bspw. durch Aufstockungen erleichtert.
TPP: Wo sehen Sie dabei eine besondere Handschrift der CDU?
JM: Gerade im Bereich der Vereinfachung und Beschleunigung von Verwaltungsverfahren wird die Handschrift deutlich. Hervorzuheben ist auch, dass Anteile der Wohnungsneubauförderung explizit Genossenschaften vorbehalten sind.
TPP: Was wäre aus Ihrer Sicht das wichtigste wohnungspolitische Ziel der CDU in einer kommenden Legislatur?
JM: Wir müssen weiterhin konsequent daran arbeiten, dass neuer Wohnraum entsteht. Dafür bedarf Neubau, Umnutzung und Aufstockung. Wir können es uns darüber hinaus nicht leisten, Flächenressourcen wie die Randbebauung des Tempelhofer Feldes auszublenden.
TPP: Vielen Dank für das Gespräch!
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Erstveröffentlichung: The Property Post, August 2026