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Digitaler Immobilienbetrieb

Technologiepartnerschaften steigern Innovationsgeschwindigkeit im Immobilienmanagement

Christof Hardebusch, Geschäftsführer, RUECKERCONSULT GmbH
Christof Hardebusch

Innovative Unternehmen treiben die fortschreitende Digitalisierung im Immobilienmanagement voran. Technologiepartnerschaften mit PropTechs und Dienstleistern digitalbasierter Services können die Innovationskraft im Betrieb von Immobilien zusätzlich beschleunigen. Hierbei profitieren insbesondere Unternehmen, die einen partnerschaftlichen Umgang mit Dienstleistern pflegen und so die Bereitschaft für die Einführung weiterer digitaler Prozesse und Arbeitsweisen erhöhen. Das sind die zentralen Ergebnisse der heutigen Online-Pressekonferenz mit Brunata Metrona, PlanRadar und RGM Facility Management zu den Anforderungen, Möglichkeiten und der Zukunft des digitalen Immobilienbetriebs.

Online-Pressekonferenz Digitaler Immobilienbetrieb
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Basis jedweder sinnvollen Digitalisierungsstrategie sind anforderungsgerecht erhobene und bereitgestellte Daten. Innovative Messdienstleister erfassen sie in Echtzeit, verbunden mit einer sofortigen Plausibilitätsprüfung. Smart Metering baut Brücken zu anderen Systemen und ermöglicht digitalisierte Prozesse. Bereitgestellt werden Daten für den Gebäudebetrieb idealer Weise in einer einzigen Applikation, angereichert mit Fotos, Sprachmemos, mit einfacher Ticketerfassung, Berichten auf Knopfdruck und dem Zugriff auf aktuelle Termine, Pläne und weitere wichtige Daten. Denn neben dem heutigen Anspruch, klassische Arbeitsprozesse und Workflows digital abzubilden, besteht in der Zukunft die Herausforderung vollständig digi-talisierte Gebäude zu managen.

Ein Großteil der im Betrieb einer Immobilie generierten Daten sind Verbrauchsdaten. Norbert Rolf, Geschäftsführer von Brunata-Metrona Hürth, sieht hier einen wichtigen Ansatz für das virtuelle Immobilienmanagement: „Messdienstleister machen die Nutzung von Immobilien transparent und damit managebar. Nur wer die tatsächliche Inanspruchnahme von Ressourcen in der Immobilie und das individuelle Nutzerverhalten kennt, kann bewusst Entscheidungen treffen und aktiv managen – das gilt sowohl für Eigentümer als auch für Immobilienmanager und -nutzer.“ Dabei sieht er deutliche Vorteile im kooperativen Miteinander der Beteiligten. „Erfolgreiches Immobilienmanagement ist ‚Team-Play‘. Gewonnenes Wissen muss durch Vernetzung über Prozess- und Wertschöpfungsketten hinweg für das Immobilienmanagement nutzbar gemacht werden. Unser Ziel ist die Entlastung unserer Partner und Kunden durch inte-grierte Backoffice Services. Eine gemeinsame Datenbasis ist die Voraussetzung für erfolgreiche, arbeitsteilige Management-Prozesse. Hierzu tragen wir digitalisierte Informationen und automatisierte Prozesse bei. Daraus entstehen strukturierte Daten für die Generierung von Reporting und Dokumentationen und Grundlagen für ein möglichst optimales Management von Immobilien.“

Neben der Digitalisierung von Messdienstleistungen sind auch digitale Immobiliendokumenta-tionen und ein virtuelles Mängelmanagement wichtige Bausteine für den Einstieg in digitale Facility Management-Prozesse. Rudolf Pistora, Team Lead Sales, PlanRadar, sagt: „Vor dem Hintergrund steigender Personal-, Bau- und Materialkosten sowie Corona-bedingten Lieferengpässen ist ein effizientes Instandhaltungsmanagement für Facility Manager, Immobi-lieneigentümer und Investoren zur echten Herausforderung geworden. Softwareprogramme und digitale Tools sichern durchgängige Workflows mit einer optimalen Durchführung der Instandsetzung, Inspektion, Prüfung und Wartung im Zeitplan. Um der Betreiberverantwortung des Facility Managers nachzukommen, ist eine lückenlose Dokumentation aller Tätigkeiten unerlässlich. Die Vorteile liegen in der Echtzeitkommunikation. Alle Projektbeteiligten sind immer auf dem aktuellen Stand, Gewerke lassen sich direkt einbinden. Die digitale Erfassung aller notwendigen Informationen und das virtuelle Bearbeiten von Tickets sparen rund sieben Stunden pro Woche an Arbeitszeit. Damit entfällt auch das Führen von To-Do-Listen auf dem Papier und umfangreicher Excellisten.“

Nils Lueken, Geschäftsführer der RGM Facility Management, sagt: „Die RGM Facility Management GmbH, eine 100%ige Tochter der Unternehmensgruppe Gegenbauer, nutzt die Vorteile der Digitalisierung, um interne Prozesse und die Zusammenarbeit mit Kunden konti-nuierlich zu verbessern. Dabei setzen wir auf datenbasierte Analyse unserer Leistungserbrin-gungsprozesse, um Qualität in der Fläche zu gewährleisten und unsere Abläufe zu optimieren. Grundlegend hierfür ist der fortlaufende Ausbau von CAFM-Funktionalitäten und die Ver-knüpfung operativer und kaufmännischer Prozesse. Durch technische Piloten in Kundenob-jekten bringen wir fortlaufend Innovation in unsere Arbeit und bewerten im Austausch mit un-seren Kunden und der Operative den praktischen Nutzen neuer Technologien. Unsere Kunden profitieren dabei von unseren Kooperationen mit unterschiedlichen strategischen Tech-nologiepartnern, die wir im Gebäude koordinieren und deren Produkte wir in unsere Prozesse integrieren. Im Berliner Neubau „The CUBE“, einem der digitalsten Gebäude Europas, zeigen sich die mit der Digitalisierung von Gebäude und Bewirtschaftung einhergehenden Rollenver-schiebungen und die Integration neuer Player – neben der Erbringung von Leistungen des klassischen FM fällt der RGM FM hier auch die Aufgabe der Koordination der zahlreichen Digitalisierungs-Dienstleister zu. Auch wenn, wie im Beispiel des CUBE ersichtlich, digitale Produkte perspektivisch Teil der Gebäudebewirtschaftung werden, bleibt die RGM erster An-sprechpartner vor Ort und interagiert mit den Beteiligten – auch den digitalen.“

Die Nutzungsrechte wurden The Property Post zur Verfügung gestellt von Brunata-Metrona, PlanRadar, RGM Facility Management
Erstveröffentlichung: Pressemitteilung von RUECKERCONSULT, Juni 2020

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