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20.08.2021

6. Digitalisierungsstudie

Digitalisierung für Immobilienwirtschaft zunehmend existenzsichernd

Erscheinungstermin: August 2021

Herausgeber: ZIA, EY

Eine möglichst lückenlose und umfangreiche Erhebung von Daten ist eine der wichtigsten Grundlagen, um Entscheidungen kompetent treffen zu können. Die reine Menge an Daten ist folglich auch bereits eine Qualität und somit eine Voraussetzung für passende Lösungen. Eine große Rolle für die Datenqualität spielt zudem der Prozess ihrer Gewinnung. Denn nur wenn Daten in gleichbleibender Qualität zum benötigten Zeitpunkt vorliegen, sind sie vergleichbar und von Nutzen. Um diese Vergleichbarkeit und schnelle Verfügbarkeit zuverlässig zu gewährleisten, sind wiederum automatisierte Verfahren von herausragender Bedeutung.

Die aktuelle 6. Digitalisierungsstudie, die der ZIA gemeinsam mit EY veröffentlicht hat, beschäftigt sich mit dem „Erfolgsfaktor Automatisierung“, also mit digitalen Technologien, Lösungen und Ansätzen zur Durchführung von Leistungen und Prozessen, die bisher von Menschen manuell erbracht wurden. Dabei zeigt sich unter anderem, dass die Anwendung dieser Technologien nicht nur direkt die Produktivität steigert, sondern auch vor dem Hintergrund des sich rasant verschärfenden Fachkräftemangels eine wichtige Rolle für zukünftigen Erfolg spielt.

Das gilt auch für das Erfüllen von ESG-Kriterien, was mit Inkrafttreten der EU-Taxonomie-Verordnung in der ersten Jahreshälfte eine neue Dynamik bekommen hat. Fast alle Befragten der 6. Digitalisierungsstudie sehen in der Datentransparenz einen wichtigen Schlüssel, um ESG-Kriterien erfolgreich in ihr Geschäft zu integrieren. Doch bei der Betrachtung des Marktumfeldes fällt auf, dass konkrete, messbare Effekte der Digitalisierung noch vergleichsweise selten im Bewusstsein der Branche sind. So gab nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten an, über geeignete Kenntnisse zu verfügen, um mit Data Analytics Effizienzsteigerungen zu erreichen. Das verwundert, auch vor dem Hintergrund, dass solche Effizienzsteigerungen fast immer nur die zweite Seite der Medaille erfolgreichen ESG-Managements sind.

Die Analyse zeigt außerdem, dass sich die Pandemie als Digitalisierungstreiber etabliert hat. Rund 70 Prozent der Befragten nahmen die Corona-Pandemie zum Anlass, sich stärker mit der Digitalisierung ihres Unternehmens auseinanderzusetzen. Offensichtlich führt das pandemiebedingte „new normal“ im Alltag mit Homeoffice, Remote Work und den allgemein eingeschränkten Möglichkeiten, im Büro zu arbeiten, dazu, dass die Vorteile automatisierter Prozesse bei Zahlungsverkehr, Controlling, Dokumentanalyse und Reporting klarer erkannt werden.

Weitere Ergebnisse der Studie zusammengefasst:

  • Das größte Digitalisierungspotenzial wird mit jeweils 17 Prozent in den Gebieten Property Management und Energiedienstleistungen gesehen. Beide Bereiche hatten noch im Vorjahr nur einstellige Zustimmungsraten erreicht.
  • Nachhaltigkeit ist aus Sicht der Befragten ein besonders starker Treiber für die digitale Transformation: 97 Prozent von ihnen stimmten der Aussage zu, dass Datentransparenz die Chancen erhöhe, ESG-Kriterien in das Geschäft zu integrieren. Zudem herrscht Einigkeit darüber, dass digitale Technologien und Anwendungen (96 Prozent) sowie Daten und deren Auswertung (95 Prozent) der Schlüssel für ein professionelles ESG-Management sind.
  • Ein Drittel der Befragten stimmt der Aussage zu, dass die Corona-Pandemie als Treiber der Digitalisierung ihres Unternehmens wirkt. Rund 70 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass die Pandemie zum Anlass genommen wurde, sich stärker mit der Digitalisierung im Unternehmen auseinanderzusetzen.
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