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16.08.2021

Bauen für den Klimaschutz

Wohnungsneubau für einen nachhaltigen und energieeffizienten Gebäudebestand

Erscheinungstermin: August 2021

Herausgeber: Empira AG

Die ökologische Nachhaltigkeit von Immobilienbeständen hängt von verschiedenen spezifischen Faktoren wie Energieeinsparung, Wärmedämmung, Ressourcenschonung, Reduzierung der CO2-Emissionen und Langlebigkeit ab. Bei immobilienwirtschaftlichen Investoren, Projektentwicklern und Verbänden sowie deren Stakeholdern werden diese Kriterien der nachhaltigen Wirtschaft in ESG-Richtlinien abgebildet. Dabei sorgt vor allem ein zielgerichteter und kontinuierlicher Neubau für die Optimierung der jeweiligen Portfolios und des Immobilienbestandes. Die Dynamik dabei ist in einzelnen Ländern und Regionen sehr unterschiedlich. Perspektivisch wird diese Differenzierung für die Bewertung von Standorten und die Allokationen von Investitionen hinsichtlich einer stärkeren Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien zunehmend wichtig. Im Rahmen der von der Empira AG veröffentlichten Studie "Wohnungsneubau für einen nachhaltigen und energieeffizienten Gebäudebestand" werden die unterschiedlichen Entwicklungen, Treiber und Bandbreiten zur Umsetzung eines nachhaltigen und energieeffizienten Wohnungsbestandes quantifiziert.

Einige Kernergebnisse der Studie:

  • Die deutschen und europäischen Klimaziele sind nur durch deutlich mehr privatwirtschaftlichen Wohnungsneubau zu erreichen
  • Der deutsche Wohngebäudebesand ist nur zu 13,8 % vollsaniert oder neu gebaut und damit deutlich älter als der EU-Schnitt
  • Während seit 1990 der Energieverbrauch in der deutschen Industrie und im Gewerbe um 14,9 % respektive 22,6 % zurückgingen, sank der Verbrauch im Segment privater Wohnraum lediglich um 2,6 %
  • Ein Grund: die individuelle Wohnfläche pro Kopf stieg von 35 Quadratmeter im Jahr 1990 auf 47 Quadratmeter 2019 und damit um rund 34 %
  • Vollsanierte Wohnimmobilien bewirken eine Reduzierung des Heizenergieverbrauchs von 151 kWh/m² (unsaniert) auf 115 kWh/m² und damit um 24 %
  • Neubauten, die nach aktuellen technischen Standards errichtet wurden (Baujahr 2002 oder später) zeigen den höchsten Einspareffekt. Sie haben einen durchschnittlichen Heizenergieverbrauch von 89 kWh/m² und liegen damit 59 % unter dem unsanierten Referenzobjekt
  • Es gibt enorme regionale Unterschiede bei Energieverbrauch und Gebäudesubstanz
  • In Frankfurt am Main wurden zwischen 2011 bis 2019 ca. 8 % des aktuellen Bestands an Wohnungen neu errichtet, in München sind es knapp 8 %, in Hamburg mehr als 6 %
  • In Relation zur Bevölkerungszahl wurde in den vergangenen Jahren in Österreich, Belgien, Frankreich und Polen mehr Wohnungen gebaut als in Deutschland
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Inhaltlicher Überblick

  • Nachhaltige Nachfrage nach Wohnraum aufgrund der Entwicklung von Einwohner- und Haushaltszahlen
  • Nachhaltige Nachfrage nach Wohnraum aufgrund der individuell genutzten Wohnfläche
  • Resultierender Energieverbrauch bei Wohnnutzungen
  • Typen von Wohngebäuden als wesentliche Treiber des Heizenergieverbrauchs
  • Alter und Zustand von Wohngebäuden als wesentliche Treiber des Energieverbrauchs
  • Neubauinvestitionen für einen nachhaltigen, energieeffizienten Wohnungsbestand
  • Fazit

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