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Büroimmobilien

Energetischer Zustand und Anreize zur Steigerung der Energieeffizienz

Erscheinungstermin: Mai 2017

Herausgeber: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Für Nutzer und Investoren von Büroimmobilien werden die Themen Nachhaltigkeit und Effizienz immer wichtiger; allerdings spielen nach wie vor Investitionskriterien wie Wirtschaftlichkeit eine entscheidendere Rolle. Im Rahmen dieser Studie wurden Entscheidungsträger von 20 der wichtigsten Büroimmobilieninvestoren und von 20 großen Büroflächenmietern in Deutschland hinsichtlich der Themen Energieeffizienz, Nutzungsdauer und Sanierungszyklen befragt.

Bürogebäude haben großes Potenzial zum Energiesparen

Die äußerst heterogene Gebäudegruppe der Büroimmobilien ist die größte Untergruppe der Nichtwohngebäude (NWG) und besitzt somit ein großes Energiesparpotenzial. In Deutschland existieren insgesamt 323.700 Büro- und Verwaltungsgebäude mit 382,4 Millionen Quadratmetern Nutzfläche. Ihr Energieverbrauch entspricht rund 20 Prozent aller NWG und rund sechs Prozent des gesamten Gebäudesektors. Der durchschnittliche Energieverbrauch liegt bei 136 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/(m2·a)). Insbesondere bei älteren Gebäuden liegen die Verbrauchswerte über dem Durchschnitt, während bei Gebäuden, die seit 2009 errichtet worden sind, der Kennwert mit 111 kWh/(m²·a) deutlich unterdurchschnittlich ist. Um die energetischen Einsparpotenziale im Hinblick auf die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erschließen, müssen perspektivisch besonders im Bestand noch erhebliche Effizienzmaßnahmen umgesetzt werden.

Wirtschaftlichkeit wichtiger als Effizienz

Die hohe Nachfrage nach Investmentobjekten führt zu einem starken Wettbewerb unter den Investoren, sodass der Energiebedarf und der Energieverbrauch keine entscheidenden Kriterien beim Erwerb einer Büroimmobilie sind. Den Objektwert zu steigern, die Nebenkosten zu senken und die Flächen besser vermieten zu können: Dies sind die Hauptgründe für die energetische Modernisierung für die Investoren, die im Rahmen der dena-Studie befragt wurden.

Für die befragten Nutzer von Büroimmobilien hingegen sind Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte Teil ihrer Unternehmenskultur, sodass energetische Verbesserungen, wie beispielsweise die Umstellung auf LED-Beleuchtung, in der Regel von ihnen selbst umgesetzt werden. Der Imagegewinn und die Steigerung des Immobilienwertes sind für Nutzer die wichtigsten Argumente für eine energetische Sanierung.

Mit den gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen sind die befragten Investoren sehr unzufrieden, insbesondere hinsichtlich behördlicher Auflagen und finanzieller Fördermöglichkeiten. Von den Nutzern werden diese deutlich zurückhaltender und weniger kritisch kommentiert. 

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Inhaltlicher Überblick

1. Einleitung

2. Umfang, Struktur und energetische Qualität des Büroimmobilienbestands

2.1. Anzahl und Fläche

2.2. Nutzungsstruktur

2.3. Baualtersstruktur

2.4. Energiekennwerte und energetischer Zustand der Gebäudehüllen

2.5. Energie- und Wärmeversorgung der Gebäude

2.6. Leerstand

2.7. Eigentümerstruktur

2.8. Förderung

3. Befragung von Investoren und Nutzern

3.1. Eigenschaften der befragten Unternehmen

3.2. Ergebnisse der Befragung der Investoren

3.3. Ergebnisse der Befragung der Nutzer

4. IW-Schätzmodell: Methodik und Datenquellen

4.1. Berufsbezogene Beschäftigungsquoten

4.2. Büroflächenkennziffern

4.3. Gebäudegrößen und Verteilung der Baualtersklassen

4.4. Energiekennwerte

4.5. Plausibilität der Ergebnisse

5. Fazit und Ausblick

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