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15.08.2022

Life-Science-Immobilien

Wachsende Nische mit elementarer Bedeutung

Erscheinungstermin: Mai 2022

Herausgeber: Cushman & Wakefield

Die Life-Science-Branche erfährt nicht erst mit der Covid-19-Pandemie eine hohe Beachtung. Auch schon davor sind die Gesundheitsmärkte aufgrund der steigenden Lebenserwartung und der damit zunehmenden altersbedingten Krankheiten gewachsen. Dementsprechend hoch ist das Investoreninteresse nach sogenannten Life-Science-Immobilien, die häufig sehr spezialisiert sind und zu unterschiedlichen Anteilen Produktions-, Labor- und Büroflächen vereinen. Dennoch hat die Branche auf dem Immobilienmarkt eher ein Nischendasein. Doch was kennzeichnet Life-Science-Immobilien? Welche sind die Top-Märkte? Welche Renditen sind zu erwarten? Und wie wird sich der Life-Science-Immobilienmarkt in Zukunft entwickeln? Diesen Fragen geht Cushman & Wakefield in der aktuellen Studie "Life-Science-Immobilien - Wachsende Nische mit elementarer Bedeutung" nach.

Die zentralen Erkenntnisse:

  • Life-Science-Immobilien sind Spezialimmobilien. Die mittel- und langfristigen Wachstumsperspektiven für die Life-Science-Branche sind sehr gut. Denn die Trends und Treiber der Branche werden auch zukünftig für eine erhöhte Nachfrage sorgen – auf globaler wie nationaler Ebene. Für Immobilieninvestoren ist Life Science eine attraktive Nische, die mehr und mehr ihrem Nischendasein entwächst.
  • Die Branche bietet ein breites Feld an Investmentmöglichkeiten: Neuentwicklung oder Aufwertung von Wissenschaftsparks und Innovationszentren sowie Umwidmung vorhandener Immobilien. Auf diese Weise lassen sich Sekundärlagen der großen Immobilienmärkte stärken. Immobilieninvestoren können so ihr Portfolio weiter ausdifferenzieren und Wachstumschancen ergreifen.
  • Es ist zu erwarten, dass die Life-Science-Branche stärker in den Fokus der Politik und Kapitalgeber gerät und es somit zu mehr Firmengründungen kommen wird. Gerade die lokale Politik hat großes Interesse, diesen Zukunftssektor zu gestalten und zu unterstützen: Neben regionaler Wertschöpfung und Arbeitsplatzeffekten spielen auch Steuereinnahmen eine Rolle – auch wenn eine Entschuldung wie im Beispiel von Mainz durch BioNTech sicherlich ein positives Extremergebnis darstellt.
  • Bereits vorhandene Clusterstrukturen in Deutschland werden in Zukunft weiter an Attraktivität gewinnen und wachsen. Insbesondere solche Cluster werden weiterhin erfolgreich bleiben und im internationalen Wettbewerb als Spitzenreiter agieren, die ein aktives Clustermanagement haben, lokal und international kooperieren und über Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen verfügen, die sich gegenseitig ergänzen. Obwohl der Wissensaustausch längst digital geschieht, bleibt weiterhin der Standort für Unternehmen der Life-Science-Branche sehr relevant.
  • Die Life-Science-Immobilie ist nutzerorientiert und wenig standardisiert. Zugleich verbindet sie verschiedene Assetklassen miteinander – von Büro- über Logistikflächen bis hin zu Gesundheitsimmobilien und ist ein wichtiger Bestandteil deutscher Wirtschaftszentren. Die fortschreitenden Forschungserfolge, die Verschmelzung von Technologie und Innovation und die zunehmende Relevanz der Biotechnologie im gesamtwirtschaftlichen Kontext wird sich auch in Zukunft in der Entwicklung von Life-Science-Immobilien in Deutschland widerspiegeln. Angesichts der positiven Wachstumsperspektiven dieser Branche ist von einem zunehmenden Interesse der Immobilieninvestoren an dieser Assetklasse auszugehen.
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