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Erster sein...

...mit Forward Deals im Europaviertel

Hans-Joachim Lehmann, Geschäftsführer, Warburg-HIH Invest Real Estate GmbH
Hans-Joachim Lehmann

Der Mangel an attraktiven Anlagemöglichkeiten ist in den vergangenen Jahren zu einem Mantra der Fondsinitiatoren geworden – und viele institutionelle Investoren stimmen mit ein. Wir können unseren Kunden trotz eines starken Wettbewerbs um die besten Assets eine interessante Produktpipeline an Core- und Core+-Immobilien bieten. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass wir besonders attraktive Objekte noch vor der Fertigstellung sichern. Dafür sind unsere jahrzehntelange Markterfahrung, die kontinuierliche Präsenz in den deutschen Topstädten sowie unsere tiefe Verwurzelung in den Netzwerken der führenden Projektentwickler unentbehrliche Voraussetzung. Ein früher Einstieg in eine Projektentwicklung erfordert zudem umfangreiche Erfahrungen in der Strukturierung der Forward-Deals - insbesondere aus investmentrechtlicher und steuerlicher Sicht - sowie eine qualifizierte Einschätzung der Risikostruktur. Frühzeitige Commitments mit dem Entwickler können hier für Transparenz sorgen.

Bei unserer Suche nach Objekten für Forward-Deals sind wir aktuell auf die sieben deutschen Topstädte, das sind Hamburg, Berlin, Köln, Düsseldorf, Stuttgart, München und eben auch Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet, fokussiert. Dort sichten wir alle größeren Bürobauvorhaben und schauen uns deren Initiatoren und deren Track Record an. Wer in der jüngeren Vergangenheit immer pünktlich und mit guter Qualität fertiggebaut hat, wird dies wahrscheinlich auch zukünftig leisten.

Ein gutes Beispiel ist der Ankauf zweier nebeneinanderliegenden Bürogebäude im Frankfurter Europaviertel im Rahmen eines Forward Deals. Die beiden Objekte werden derzeit von der Aurelis Real Estate in unmittelbarer Nähe zur Messe und in kurzer Distanz zum Hauptbahnhof errichtet und sind für 20 Jahre an die Deutsche Bahn AG vermietet. Der Forward Deal umfasst die Büroneubauten DB Brick und DB Tower. Die Gesamtmietfläche beläuft sich auf 53.778 Quadratmeter. Darüber hinaus werden in beiden Objekten 374 Tiefgaragenstellplätze zur Verfügung stehen: Auch Bahnmitarbeiter reisen manchmal mit dem Auto an.

Bei der Projektentwicklung handelt es sich um das größte Hochbauvorhaben der Aurelis. Im Oktober 2017 hatte das Immobilienunternehmen mit der Deutschen Bahn AG einen langfristigen Mietvertrag für die beiden Objekte an der Europa-Allee abgeschlossen. An den neuen Standort werden Ende 2020 rund 3.000 DB-Mitarbeiter aus verschiedenen Geschäftsfeldern einziehen. Aurelis entwickelt auf 670.000 Quadratmetern den Westteil des größten städtebaulichen Projekts in Deutschland. Hier finden ca. 13.000 Menschen einen Platz zum Wohnen und Arbeiten. Ab 2022 wird die Verkehrsanbindung des neuen Europaviertels durch die im Bau befindliche Stadtbahnlinie U5 als Verbindung zum Hauptbahnhof weiter optimiert.

Die Nutzungsrechte wurden The Property Post zur Verfügung gestellt von Warburg-HIH Invest
Erstveröffentlichung: The Property Post, Februar 2019

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