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Marktradar Oktober 2017

Konkurrenz für Banken nimmt zu: Alternative Finanzierer drängen auf den Markt

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Obwohl Zinsen und eine mögliche Zinswende weiterhin ein wichtiges Thema der Marktteilnehmer sind, können wir aktuell keine Anzeichen für eine Änderung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) erkennen. Die Inflation im Euroraum lag im September bei 1,5 Prozent, die sogenannte Kerninflation mit 1,1 Prozent sogar noch niedriger. Derzeit werden vorsichtige Äußerungen der EZB dahingehend interpretiert, dass im Oktober Informationen über einen möglichen Auslauf des Ankaufprogramms gegeben werden. Erneut hat die EZB aber bekräftigt, dass jede Änderung der Geldpolitik sehr vorsichtig erfolgen wird.

Wenden wir den Blick von Geldpolitik auf den Finanzierungsmarkt: Von Seiten alternativer Finanzierer besteht großes Interesse, auf dem Markt für Immobilienfinanzierungen aktiv zu werden. Die Renditen in der Assetklasse Immobilienfinanzierung werden trotz des starken Wettbewerbs noch als attraktiv beurteilt. Versicherungen, Pensionskassen oder auch Privat Equity Fonds haben den entscheidenden Vorteil, dass sie aufgrund eines geringeren Maßes an Regulierung mitunter deutlich schneller als Banken entscheiden können. Für Transaktionssicherheit und Prozessgeschwindigkeit sind Projektentwickler und andere Darlehensnehmer auch gerne bereit, einen unter Umständen höheren Zinssatz zu akzeptieren. Der Zugang alternativer Finanzierer zum Markt erfolgt weiterhin nahezu ausschließlich über qualifizierte Berater.

Finanzbarometer
Zinsentwicklung

Der Zehn-Jahres-Zinsswap stieg zum Monatsende vergleichsweise deutlich auf 0,94 Prozent, erreichte im Monatsverlauf aber auch Werte unterhalb von 0,80 Prozent. Der Sechs-Monats-Euribor blieb mit Werten zwischen -0,271 und -0,275 Prozent im Wesentlichen unverändert. Auch beim Drei-Monats-Euribor ergaben sich im Monatsverlauf nur kleine Schwankungen zwischen -0,329 und -0,331 Prozent.

Ausblick

Auf dem Immobilienmarkt herrscht bei anhaltend hohem Preisniveau weiterhin eine positive Stimmung unter den Investoren. Die Preise werden als hoch, aber nicht zu hoch empfunden. Viele Investoren bekunden jedoch, nur noch sehr selektiv anzukaufen. Aus unserer Sicht ist der Markt insofern noch funktionsfähig, da Projekte, mit denen kein ausreichender Cash Flow realisiert werden kann, auch keine Finanzierung finden. Insgesamt lässt sich beobachten, dass die Finanzierer in Bezug auf die zukünftigen Entwicklungen auch weniger euphorisch sind als die Investoren. Unserer Auffassung nach liegt in der weiterhin kritischen Prüfung durch die finanzierenden Institute der wesentliche Unterschied zu 2007. Mit einer vergleichbaren Entwicklung wie in der Finanzkrise rechnen wir daher nicht.

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Erstveröffentlichung: Homepage BF.direkt AG, Oktober 2017

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