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FM-Trends und Erfolgsfaktoren

Anforderungen werden komplexer

Martin Schenk, Vorsitzender der Geschäftsführung, STRABAG Property and Facility Services GmbH
Martin Schenk

Die STRABAG Property and Facility Services (STRABAG PFS) hat bereits im sechsten Jahr in Folge den zweiten Platz auf der sogenannten „Lünendonk-Liste“, einem vielbeachteten Umsatzranking der führenden Facility-Service-Unternehmen in Deutschland, behauptet. The Property Post sprach mit Martin Schenk, Vorsitzender der Geschäftsführung von STRABAG PFS, über aktuelle Trends in der Branche.
 

The Property Post: Herr Schenk, STRABAG PFS behauptet sich seit nunmehr sechs Jahren in der Spitzengruppe der deutschen Facility-Service-Unternehmen. Worin sehen Sie den Hauptgrund für diesen Erfolg?

Martin Schenk: Neben einer kontinuierlich hohen Servicequalität haben im letzten Jahr vor allem zwei Faktoren eine wichtige Rolle gespielt. Zum einen sind wir in der Telekommunikationsbranche organisch gewachsen, und der zweite Faktor war die erfolgreiche Integration der DIW Instandhaltung Ltd. & Co. KG, die wir im zweiten Halbjahr 2014 erworben hatten und mit der wir unsere Marktposition im Bereich Industrieservices und Infrastrukturelles Facility Management weiter gestärkt haben.

TPP: Welche aktuellen Trends prägen zurzeit die Branche der Facility-Dienstleister in Deutschland?

M.S.: Die FM-Branche steht derzeit vor massiven Veränderungen ihrer Märkte. Dazu tragen vor allem die zunehmende Verbreitung der Servicerobotik, die fortschreitende Automatisierung und vor allem die Digitalisierung bei. Darüber hinaus sehen wir weitere Konsolidierungstendenzen, die für uns gleichzeitig Möglichkeiten des externen Wachstums bedeuten können.

TPP: Was bedeutet das konkret für STRABAG PFS?

M.S.: Wir können uns nicht auf unseren bisherigen Erfolgen ausruhen, sondern müssen immer wieder neue Entwicklungen antizipieren und unser Serviceangebot und unsere Prozesse entsprechend neu justieren. Hier sehen wir insbesondere die zunehmende Digitalisierung von Prozessen und Leistungsverzeichnissen. Das schafft eine höhere Effizienz und fördert zugleich Transparenz in der Leistungserbringung. Beides führt zu einer höheren Akzeptanz der Qualität von FM-Leistungen. So stellen wir sicher, dass wir unseren Kunden auf einem Niveau betreuen können, das sie zu Recht von einem der führenden Unternehmen der Branche erwarten.

TPP: Wie äußert sich das in Ihrem Unternehmen konkret?

M.S.: Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unser Geschäftsmodell schon heute auf die Kundenanforderungen auszurichten, die etwa im Jahr 2030 zu erwarten sind. Praktisch setzen wir da unter anderem durch Kooperationen mit Technologieführern um und führen sukzessive Innovationen wie Machine Learning im Property Management und Wearables im Technischen Facility Management ein. Ein besonders wichtiger Punkt ist dabei, Daten über Immobilien und Anlagen sowie über deren jeweilige Nutzung zielgerichtet als Produkt für unsere Kunden verfügbar machen. Das ist aus unserer Sicht das „Gold der Zukunft“.

TPP: Wie wird sich der Markt für Facility Services in Deutschland nach Ihrer Einschätzung in den kommenden Jahren verändern?

M.S.: Wir beobachten aktuell eine Aufspaltung der Anbieterstruktur. Dabei bilden sich zunehmend zwei wesentliche Gruppen heraus: die großen, bundesweit agierenden Multidienstleister, zu denen wir gehören, und kleinere Spezialisten. Wir müssen aber auch damit rechnen, dass große Immobiliendienstleister aus dem angelsächsischen Raum sehr fokussiert und energisch in den deutschen FM-Service-Markt expandieren werden. Grundsätzlich dürften die Anforderungen im Facility Management eher komplexer werden, was größeren professionellen und seit vielen Jahren am Markt agierenden Anbietern zugutekommen dürfte.

Die Nutzungsrechte wurden The Property Post zur Verfügung gestellt von STRABAG PFS
Erstveröffentlichung: The Property Post, Juli 2016