22.06.2018

Big data, smart data, safe data

Digitale Daten = sichere Daten

Jens Kramer, CEO, PROMOS consult Projektmanagement, Organisation und Service GmbH
Jens Kramer

Aktuell gibt es wohl niemanden mehr, der das Wort Datenschutz-Grundverordnung nicht buchstabieren kann. Wochenlang geisterte das Schlagwort durch die Medien. Unternehmen versuchten „auf die Schnelle“ ihre Kommunikations- und IT-Systeme abmahnsicher zu machen, Experten und Datenschützer waren gefühlt wie vom Erdboden verschluckt, dabei in Wahrheit Tag und vermutlich auch nachts damit beschäftigt, Fragen zu klären und Prozesse zu prüfen.

Kaum ist die neue Verordnung nun in Kraft, stehen schon die ersten Geschichten von Abmahnwellen im Netz. Einzelne Unternehmen erhielten bereits Schreiben von Anwälten, in denen mit Verweis auf DSGVO-Verstöße neben einer Unterlassungserklärung auch eine Zahlung in Höhe von 300 Euro bis 700 Euro verlangt wird. Und das sind erst die Peanuts. Denn laut des neuen Datenschutzrechts sind Entschädigungen in Millionenhöhe möglich, und das Geschäftsmodell „Abmahnungen“ bekanntlich lukrativ.

Auch Wohnungsunternehmen haben mit den neuen Erfordernissen im Umgang mit Daten viele Hürden zu bewältigen. Selbst noch so gute Prozesse kommen nun an ihre Grenzen. Bei dem derzeitigen Vermietermarkt, bei dem auf eine Wohnung nicht selten bis zu 1.000 Bewerbungen in jedweder Form eingehen, geht nicht nur ein enormer Zeit- und Kostenaufwand im Auswahlverfahren einher. Die Flut an Daten ist nach neuer Verordnung kaum noch korrekt und sicher zu bewältigen. Ein Wohnungssuchender gibt in drei verschiedenen Service-Centern seine Bewerbungsunterlagen ab. Ein anderer versendet ungefragt seine Einkommensnachweise samt Kopie des Personalausweises per E-Mail. Monate- oder jahrelang „gespeicherte“ – also eher vergessene und nicht benötigte – Daten in E-Mail-Fächern können Wohnungsunternehmen ab sofort teuer zu stehen kommen.

Spätestens an dieser Stelle sollte man über die mobilen und sprichwörtlich „smarten“ Digitallösungen nachdenken. Denn: Anbieter und Entwickler von Apps müssen seit jeher einer großen Bandbreite von Datenschutz-Anforderungen gerecht werden. Sie haben die Antworten nach klugen Lösungen parat und wissen, welche Kriterien unbedingt erfüllt werden müssen. Eine datenschutzkonforme Digitallösung fragt beispielsweise nur wirklich benötigte Daten ab - und überlässt dem Nutzer selbst die Möglichkeit, wann er sie wieder löschen möchte.

Die Nutzungsrechte wurden The Property Post zur Verfügung gestellt von PROMOS consult GmbH
Erstveröffentlichung: Newsletter PROMOS, Juni 2018

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