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Quo Vadis Temporäres Wohnen?

Rückblick zum Kongress "Temporäres Wohnen" 2017 des Heuer Dialog

Jan Schweiger, Kommunikationsberater, RUECKERCONSULT GmbH

Temporäres Wohnen – ob nun Serviced Apartments oder Student Housing – ist eine sinnvolle Portfoliobeimischung für Investoren. Diese Tatsache steht mittlerweile nicht mehr zur Debatte. Große institutionelle Investoren wie Allianz investieren bereits in diese Produkte. Derzeit wird darüber diskutiert, worauf man achten muss, um die bestmögliche Rendite in diesem Bereich zu erzielen. Dies wurde auf dem Jahreskongress Temporäres Wohnen 2017 des Heuer Dialogs Ende April in Frankfurt erörtert.

Bedürfnisse der einzelnen Zielgruppe erkennen

„Manchmal ist kleines ganz groß. Beer Bong für Studenten wird gern angenommen“. Das Zitat eines Podiumteilnehmers zeigt, dass die Branche mittlerweile genau weiß, was die  jeweilige Zielgruppe – ob Studierende, Young Professionals oder Auszubildende – möchte. So hat das Unternehmen Staytoo die Erfahrung gemacht, dass Waschmaschinen für Studierende nicht die große Bedeutung haben, wie ursprünglich gedacht. In einem Objekt mit rund 180 Apartments hatte Staytoo vier Waschmaschinen für die hauseigene Washing Lounge erworben. Das Angebot wurde aber bei weitem nicht so stark genutzt, so dass auch weniger Waschmaschinen ausgereicht hätten. Dagegen erfreut sich die sogenannte Beer Pong großer Beliebtheit bei der Zielgruppe. Heute erschaffe die Branche Produkte und ein Lebensumfeld, von dem Studenten nicht wüssten, dass es sie gebe und ihren Bedürfnissen entspreche, so Christian Scheuerl von Staytoo.

Ungebrochenes Wachstum

Im vergangen Jahr ist die Anzahl der Serviced Apartments um fast ein Drittel auf 31.600 Einheiten gewachsen. Zudem sind weitere 9.600 Einheiten in diesem Bereich in der Pipeline. Diese Zahlen hat die Beratungsgesellschaft Apartmentservice auf dem Heuer-Dialog Kongress vorgestellt. Zudem ist ein Trend in die bisher noch wenig erschlossenen B-Märkte feststellbar. Beispielsweise hat vor kurzem Adagio für Bremen und Adina für Freiburg und Leipzig Serviced-Apartments-Projekte angekündigt. Auch die Preise steigen. Knapp zwei Drittel der Anbieter haben die Preise erhöht, teilweise um bis zu zehn Prozent. Doch trotz des Booms warnen erfahrene Markteilnehmer wie Horst Lieder, CEO der International Campus AG, vor zu großen Optimismus: „Langfristig werden nicht alle Standorte funktionieren, an denen jetzt Student Housing oder Serviced Apartments entstehen. Sehr kleine Unistandorte sind risikoreich, zudem muss auch die Mikrolage stimmen, egal ob in den A- oder B-Standorten.“ Aber wenn man dies berücksichtige, sei Student-Housing eine attraktive Anlageklasse. Dafür sind für Host Lieder mehrere Gründe ausschlaggebend: „Ein stabiles Einnahmen- und vor allen Dingen sehr hohes Auslastungsniveau wird durch die nach wie vor dramatische Angebotslücke von studentischem Wohnraum sowie durch überwiegend langfristig laufende Mietverträge abgesichert. Zudem sind Student Housing-Investments relativ konjunkturunabhängig, da das Investment vor allem von steigenden Studentenzahlen profitiert.“

Die Nutzungsrechte wurden The Property Post zur Verfügung gestellt von RUECKERCONSULT GmbH
Erstveröffentlichung: The Property Post, Mai 2017

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