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„Da ist noch viel Musik im Markt“

Ein Interview über den deutschen Wohnungsmarkt und aktuelle Projekte der Instone Real Estate Group

Kruno Crepulja, CEO, Instone Real Estate Group AG
Kruno Crepulja

Instone Real Estate hat bereits mehr als eine Million Quadratmeter Wohnfläche entwickelt. Welche aktuellen Wohntrends können Sie beobachten?
Kruno Crepulja: Aktuell nehmen wir vor allem zwei Trends wahr: Einerseits steigt die Nachfrage nach tendenziell kleineren und kompakteren Wohnungen mit flexiblen Grundrissen. Damit will man auf sich ändernde Lebenssituationen vorbereitet sein. Andererseits beobachten wir einen zunehmenden Urbanisierungstrend mit einem wachsenden Bedarf an städtischem Wohnraum. Idealerweise sollen Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeitmöglichkeiten nah beieinander liegen. Lebendige Stadtquartiere mit einer funktionierenden Infrastruktur und hoher Lebensqualität sind daher immer mehr gefragt.

Was spricht aus Sicht eines Investors dafür, in eine Wohnimmobilie zu investieren bzw. sich indirekt über Instone-Aktien zu beteiligen?
Kruno Crepulja: Nach aktuellen Prognosen ist davon auszugehen, dass der Bedarf an Wohnraum in den deutschen Großstädten hoch bleibt. Daher sehen wir für die kommenden Jahre ein hohes Wachstumspotenzial für den deutschen Wohnungsmarkt. Vor diesem Hintergrund bieten Immobilieninvestments Anlegern eine hohe Wertbeständigkeit und solide Renditen. Eine interessante Alternative stellen Aktien dar: Investoren können über die Börse von der Unternehmensentwicklung von Instone und damit indirekt auch vom deutschen Wohnimmobilienmarkt profitieren. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserer Strategie, unserem erfahrenen Managementteam und unserem attraktiven Projektportfolio hervorragend für die Zukunft aufgestellt sind. Damit sind wir auch für aktuelle Herausforderungen, wie steigenden Grundstücks- und Baukosten, gewappnet. Im deutschen Wohnungsmarkt ist noch viel Musik, daher sollten Anleger diese Assetklasse stets im Blick beziehungsweise im Portfolio haben.

Als erster deutscher Wohnentwickler ist Instone im Februar 2018 an die Börse gegangen. Warum haben Sie sich für diesen Weg entschieden?
Kruno Crepulja: Wir sind seit inzwischen 27 Jahren aktiv als Wohnentwickler tätig und können somit auf einen sehr großen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Unser Ziel ist es, in den wichtigsten Metropolregionen in Deutschland weiter zu wachsen und langfristig attraktiven Wohnraum zu realisieren. Der Börsengang war für uns ein logischer Schritt, um unser Wachstum zu beschleunigen und unseren Marktvorteil weiter auszubauen. Mittelfristig planen wir jährlich mehr als 2.000 Wohneinheiten zu entwickeln und damit Umsätze von bis zu einer Milliarde Euro zu erzielen.

Worin liegt denn Ihr Marktvorteil im Vergleich zu anderen Wettbewerbern?
Kruno Crepulja: Instone ist einer der wenigen reinen Wohnimmobilienentwickler in Deutschland, dessen Geschäftstätigkeit die gesamte Entwicklungs-Wertschöpfungskette, abgesehen von der Bauausführung, abdeckt. Zudem ist es ein klarer Vorteil im Wettbewerb, dass wir in den wichtigen Metropolregionen Deutschlands mit lokalen Teams präsent sind. Diese sind vor Ort hervorragend vernetzt und können von der Akquise, über Planung, Bauleitung und Marketing bis hin zum Vertrieb alles rund um die Entwicklung einer Wohnimmobilie abdecken. Damit sind wir nicht von einem einzelnen regionalen Markt abhängig und profitieren gleichzeitig dank unserer Größe von Skaleneffekten. Entscheidend ist aber auch, dass wir neben dem Neubau auch über Expertise bei der Revitalisierung von denkmalgeschützten Gebäuden für Wohnzwecke verfügen. Damit heben wir uns von anderen Marktteilnehmern ab, denn hierfür sind schon ein spezielles Know-how und auch Erfahrung notwendig.

Die Nutzungsrechte wurden The Property Post zur Verfügung gestellt von Instone Real Estate Group AG
Erstveröffentlichung: Immobilienmanager, Juli 2018, „Da ist noch viel Musik im deutschen Wohnungsmarkt“

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