04.03.2016

Ermittlung der Vergleichsmiete

CRES Discussion Paper No. 8

Erscheinungstermin: Januar 2016

Herausgeber: CRES – Center for Real Estate Studies

In einigen Segmenten des Immobilienmarktes gehen zu wenige Mietverhältnisse in die Berechnung des Mietspiegels ein. Durch eine Verlängerung von vier auf zehn Jahre erhoffen sich Befürworter sich ein „faireres“ Bild der tatsächlichen Mietentwicklung und somit eine höhere statistische Belastbarkeit der Angabe im Mietspiegel.

Die tatsächlichen Ergenisse der Studie zeigen allerdings, dass bei schwankenden Märkten bereits 4 Jahre ausreichend sind, um einen angemessenen Ausgleich zyklischer oder kurzfristiger Marktschwankungen zu gewährleisten. Sie beweist mehr noch, dass nicht möglichst viele Werte im Datensatz erhoben werden sollten, sondern genau die richtigen typischen Werte genutzt werden sollten. Vor allem für den Umgang mit steigenden und fallenden Miettrends ist die Ausdehnung des Bezugszeitraums genau das falsche Tool. Ein negatives Bild ergibt sich außerdem aus der Renditeperspektive von Kapitalanlegern oder vor dem Hintergrund des Erhalts von Altersvorsorgevermögen. Hier ist mit drastischen Wertverlusten zu rechnen, welche nicht selten 10 % des Ertragswertes überschreiten.

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