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Süddeutsche Wohnungsmärkte

Daten und Perspektiven 2018

Erscheinungstermin: Juni 2018

Herausgeber: Wüest Partner Deutschland

Weiter steigende Mieten, sinkende Leerstände und eine zu geringe Neubautätigkeit sprechen auch mittelfristig für stabile beziehungsweise weiter steigende Preise am Wohnungsmarkt. Das trifft nicht nur auf die Metropolen München und Stuttgart zu, sondern auch auf den Großteil der B-Städte in Süddeutschland. Städte wie Ingolstadt, Nürnberg und Heilbronn weisen bei einem nur geringfügig höheren Risiko im Vergleich zu den Metropolen München und Stuttgart ein für Investoren attraktives Risiko-Rendite-Verhältnis auf. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Studie „Süddeutsche Wohnungsmärkte: Daten & Perspektiven 2018“. Wüest Partner Deutschland hat in der vergleichenden Wohnungsmarktstudie 20 süddeutsche Städte in Bayern und Baden-Württemberg analysiert.

Attraktive Risiko-Rendite-Profile für Investoren

„Der süddeutsche Wohnungsmarkt bietet Investoren mit un-terschiedlichen Risikoabsichten attraktive Bruttorenditen. Städte mit einem günstigen Verhältnis von Risiko zu Rendite sind beispielsweise Nürnberg mit 4,5 Prozent, Heidelberg mit 5,0 Prozent sowie Heilbronn mit 5,2 Prozent durchschnittlicher Bruttorendite“, bemerkt Rüdiger Hornung, Leiter Standort München und Director bei Wüest Partner Deutschland. Bei höherer Risiko-Akzeptanz kommen auch Lagen wie Kempten und Pforzheim (beide 5,5 Prozent) in Frage.

Hoher Wohnraumbedarf befeuert die Kaufpreise

Das Gros der untersuchten Städte weist geringe Baufertigstel-lungszahlen gemessen am Neubaubedarf auf. Im Durchschnitt decken die fertiggestellten Bauprojekte lediglich 67,8 Prozent der Nachfrage. Am meisten hängt Freiburg im Breisgau mit 23,6 Prozent dem Bedarf hinterher. 

Die große Nachfrage nach Wohnraum lässt die Kaufpreise weiter steigen. Alle Städte weisen durchweg eine größere Steigerung bei den Kaufpreisen von Eigentumswohnungen als bei den Mieten auf – bei der Mehrheit der Städte stiegen die Kaufpreise sogar doppelt so schnell an. Die Steigerungsraten für alle untersuchten Städte führt die unten abgebildete Grafik auf. Den größten Anstieg verzeichnete Heilbronn: Hier erhöhten sich die Kaufpreise in den vergangenen fünf Jahren um 88,7 Prozent, mehr als doppelt so schnell wie die Mieten (40,4 Prozent). Aber auch in Augsburg (80,0 Prozent), Stuttgart (84,2 Prozent) und Kempten (Allgäu) (87,3 Prozent) stiegen die Kaufpreise um 80 Prozent und mehr an.

Prognose der Miet- und Kaufpreisentwicklung

Besonderes Mietsteigerungspotenzial weisen München, Stuttgart, Nürnberg, Ingolstadt, Heilbronn und Pforzheim auf. Darüber hinaus wird auch für Augsburg, Regensburg und Landshut eine positive Entwicklung prognostiziert.

Hinsichtlich der Kaufpreisentwicklung sieht Wüest Partner für Stuttgart, Nürnberg, Heilbronn und Pforzheim sehr positive Tendenzen. Im Gegenzug besteht in Würzburg, Bayreuth, Konstanz und Passau das Risiko einer sinkenden Preisentwicklung.

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