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Baukindergeld

Wirkungsgrad auf verschiedene Mikrolagen in ausgewählten deutschen Großstädten

Erscheinungstermin: Juli 2018

Herausgeber: Center for Real Estate Studies (CRES)

Das Baukindergeld als eine Maßnahme der neuen Bundesregierung für bezahlbaren Wohnraum zielt vor allem auf junge Familien. Die vorliegende Studie wurde im Auftrage des Immobilienverbands IVD durchgeführt. Ziel der Studie war es, für ausgewählte Großstädte die Wirkung des Baukindergelds zu bestimmen.

Beschreibungstext für das Portal:

Das Baukindergeld als eine Maßnahme der neuen Bundesregierung für bezahlbaren Wohnraum zielt vor allem auf junge Familien. Die vorliegende Studie wurde im Auftrage des Immobilienverbands IVD durchgeführt. Ziel der Studie war es, für ausgewählte Großstädte die Wirkung des Baukindergelds zu bestimmen,

Neben einer wirtschaftlichen Wirkung wird auch analysiert, wie viele Personen / Haushalte beim Immobilienkauf vom Baukindergeld profitieren können. Das Baukindergeld ist allerdings auf den Erwerb der ersten Immobilie begrenzt. So können junge Paare, die sich in der Phase der Familiengründung befinden, erst später in den Genuss des Baukindergelds kommen.

Kernergebnisse:

  • Das Baukindergeld wurde zwar als flächendeckende Maßnahme geplant, kommt mit rund 2,4 Mio. Förderberechtigten laber nur einem Bruchteil der Bevölkerung zu Gute. Wünschenswert wäre eine Ausweitung der Förderberechtigten insb. in der Phase der Familiengründung, wenn noch keine Kinder im Haushalt wohnen.
  • Um mit dem Baukindergeld Familien zum Eigentumserwerb zu bewegen, die dieses zuvor nicht geplant hatten, bleibt leider nur recht wenig Zeit, zumal in dieser Zeit ein passendes Objekt bzw. Baugrundstück erworben werden muss, was in Teilen der Republik nicht einfach sein wird.
  • Dem steht aber gegenüber, dass die Auszahlung des Baukindergelds ggf. in Zukunft fortgesetzt werden kann und außerdem wesentlich auf eine kurzfristige Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes gezielt wird.
  • Neben Eigenkapital und Einkommen, ist der Eigentumserwerb wegen unterschiedlicher Immobilienpreise auch lageabhängig. Solange Lagen durch das ÖPNV-Netz erschlossen sind, wäre eine mögliche Strategie, um bezahlbaren Wohnraum zu erwerben, sich entlang der typischen Verkehrswege in kostengünstigeren Lagen niederzulassen.
  • Je nach Höhe des Nettoeinkommens, wenn eher die Gering- bis Mittelverdiener betrachtet werden, kann die Entlastung durch das Baukindergeld bei einem Kind etwa zwischen 7,7% und über 2,2% liegen. Je weiterem Kind vervielfacht sich der entsprechende Satz.
  • In den betrachteten Städten wirkt sich das Baukindergeld auf die Finanzierung durch eine Ersparnis von 5 Prozent (Hamburg Hafencity) bis 63 Prozent (Krefeld Stadtmitte) auf die Rate aus.
  • In Berlin, wo die Preisunterschiede je nach Lage sehr hoch ausfallen können, kann eine förderberechtigte Familie mit drei Kindern durch die Förderung und die Wahl der günstigsten Lage bis zu 78% der monatlichen Belastung einsparen.
  • Insbesondere in Hamburg ist auch das fernerliegende Umland noch mit der S-Bahn erreichbar. Hier lässt es sich besonders gut sparen: Mehr als fünf Mal günstiger finanziert sich beispielsweise eine gleichgroße Wohnung in Stade im Vergleich zur HafenCity dank der Förderung – ohne Förderung wäre die Finanzierung schon 64% teurer.
  • Die Mittelstädte Nürnberg und Leipzig zeigen auch auf kleinerer Fläche spürbare Preisunterschiede, wobei die Wege von den günstigen Lagen zum Zentrum kürzer sind als in den Metropolen. Im Gegensatz zu den betrachteten Metropolen ist hier möglicherweise das nicht weiter betrachtete Umland noch attraktiver, da hier der Umzug nicht mit einem Wechsel des Bundeslands verbunden wäre. Etwa 67% lassen sich in diesen Städten, auch dank des Baukindergeldes, für die Familien bei der monatlichen Finanzierung einsparen.
  • In Krefeld ist das Zentrum besonders günstig. Generell lässt sich in Krefeld noch relativ günstig Eigentum erwerben. Im Zentrum lässt sich eine große Wohnung für und mit drei Kindern dank der Förderung bereits für unter 200 € im Monat finanzieren.
  • Familien, die sich vielleicht auch gerade so ohne Förderung eine Immobilie geleistet hätten, können mit Hilfe des Baukindergeldes ihren Tilgungssatz erhöhen. Auch das kann begrüßenswert sein, da eine schnellere Tilgung die Gefahr eines Ausfalls während der Laufzeit verringern dürfte und auch somit ein präventiver Beitrag gegen Altersarmut geleistet wird.
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