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Pflegeheim-Atlas

Deutschland 2018

Erscheinungstermin: Oktober 2018

Herausgeber: Wüest Partner Deutschland

Innerhalb von 20 Jahren wird sich die Zahl pflegebedürftiger Personen in Deutschland von rund 2,9 Millionen Menschen im Jahr 2015 auf 3,8 Millionen im Jahr 2035 erhöhen. Rund ein Drittel davon wird einen Heimplatz benötigen. Absolut betrachtet ergibt sich ein besonders großer Bedarf an Pflegeheimplätzen insbesondere in den Metropolen Berlin und Hamburg, doch auch viele Landkreise wie die Region Hannover und der Rhein-Sieg-Kreis weisen einen hohen zukünftigen Bedarf auf. Das sind einige der Ergebnisse des neuen Pflegeheim-Atlas Deutschland 2018, den Wüest Partner Deutschland heute veröffentlicht hat. Die Studie analysiert die aktuelle Lage am Pflegemarkt und prognostiziert den zukünftigen Bedarf an Pflegeplätzen und –heimen für alle 402 deutschen Kreise und kreisfreien Städte bis 2035.

Derzeitige Engpässe insbesondere im Osten Deutschlands
Demnach weisen insbesondere Regionen in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen und Brandenburg einen erhöhten Auslastungsgrad vollstationärer Pflegeheime von über 95 Prozent auf (siehe Abbildung 1). Allen voran Brandenburg an der Havel zeigt mit einer durchschnittlichen Auslastung der verfügbaren Pflegeplätze von 101,3 Prozent deutliche Engpässe auf. Aber auch die Städte Frankfurt an der Oder (100 Prozent) sowie Schwerin (98,2 Prozent) und Görlitz (98,8 Prozent) und die Landkreise Nordsachsen (100 Prozent) sowie der Elbe-Elster-Kreis (98,2 Prozent), der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und der Saale-Orla-Kreis (beide 98 Prozent) sind überlastet.

Abbildung_1_Auslastung_vollstat_Pflegeheimplaetze_Wuest_Partner_Deutschland.JPG 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bedarfssteigerung bis 2050 zu erwarten
Die Zahl der Pflegebedürftigen stieg allein von 2009 zu 2015 um 22,3 Prozent auf rund 2,9 Millionen. Auf Bundeslandebene erhöhte sich die Zahl am stärksten in Baden-Württemberg (33,4 Prozent), in Brandenburg (30,1 Prozent) und in Mecklenburg-Vorpommern (28,8 Prozent). „Schon in zwei Jahren wird die sogenannte Babyboomer-Generation schrittweise in das Rentenalter eintreten. Demografiebedingt wird es daher bis 2050 einen außerordentlich hohen Bedarf an neuen Pflegeeinrichtungen geben“, sagt Karsten Jungk, Geschäftsführer und Partner bei Wüest Partner Deutschland. Das Immobilienberatungsunternehmen prognostiziert, dass in Deutschland bis 2035 rund 230.000 neue stationäre Pflegeplätze benötigt werden. Die meisten zusätzlichen Pflegeplätze in den kommenden 20 Jahren benötigen Berlin (rund 10.400), Hamburg (rund 3.600) sowie die Landkreise Hannover (rund 3.200) und der Rhein-Sieg-Kreis (rund 2.100).

Abbildung_2_Prognose_Pflegeplaetze_2035_absolut_Wuest_Partner_Deutschland.JPG

 

 

 

 

 

 

 

 

Trend zu kleineren Heimen
Parallel hierzu ist zu beobachten, dass die durchschnittliche Größe der Pflegeheime zuletzt gesunken ist. Während ein durchschnittliches Heim 2005 noch rund 73 Pflegeplätze aufwies, waren es zehn Jahre später nur noch 68 Plätze. Denn trotz der Zunahme der Pflegeheime zwischen 2005 und 2015 um 30,4 Prozent, sind die verfügbaren Plätze nur um 22,7 Prozent gestiegen. Hierbei ist auch ein Gefälle zwischen den alten und neuen Bundesländern zu beobachten: Die durchschnittliche Platzzahl je Heim ist in den neuen Bundesländern, mit Ausnahme von Berlin, mit 60 Plätzen deutlich kleiner, als in den alten Bundesländern, welche durchschnittlich über 74 Heimplätze verfügen.

 

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Inhaltlicher Überblick

  • Ausgangssituation und demografische Entwicklung
  • Pflegebedürftige (Entwicklung bis heute)  
  • Pflegeheime, Pflegeheimplätze und Pflegepersonal
  • Pflegequote
  • Heimquote
  • Pflegeheim als Betreiber-Immobilie
  • Pflegeheimmarkt 7 14 Bedarfsprognose  
  • Anhang A: Bedarfsprognose für die Bundesländer
  • Anhang B: Bedarfsprognose für Stadt- und Landkreise
  • Anhang C: Regionaldaten zu Pflegeeinrichtungen  
  • Anhang D: Regionaldaten zu Pflegebedürftigen  
  • Anhang E: Methodik und Quellen

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