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Sharing Economy

Im Wirtschaftsraum Deutschland

Erscheinungstermin: September 2018

Herausgeber: Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Die Sharing Economy in Deutschland hat in den Bereichen Alltagsgegenstände, Mobilität und Unterkunft viele Facetten. Hierbei gibt es verschiedene Geschäftsmodelle, die verschiedene Erfolge aufweisen.

Diese Sharing-Geschäftsmodelle bedienen grundsätzlich in vielen Fällen Nischen. Im Vergleich zu den traditionellen Angeboten wird oft nur eine geringe Nutzeranzahl bedient, die sich zumeist regional konzentriert. Vor allem größere Städte sind gegenüber ländlichen Regionen aufgrund der potenziell größeren Nutzerschaft Teil des Geschäftsmodells.

Dem Unterkunftssektor der Sharing Economy kommt eine besondere Bedeutung zu, da insbesondere im Bereich des Homesharing einzelne große Unternehmen eine größere Anzahl an Nutzerinnen und Nutzern auf Angebots- und Nachfrageseite erreicht werden: Die besondere Herausforderung in diesem Bereich bestehe darin, dass gelegentliches Homesharing und kontinuierliche, professionalisierte Angebote schwer abzugrenzen sind. Zwar erlaube die unvollständige Datenlage kein umfassendes empirisches Bild. Auf Basis der zahlreichen vorhandenen Daten lasse sich jedoch ableiten, dass Homesharing in Deutschland vergleichsweise viel genutzt wird, aber von den Anbieterinnen und Anbietern zu großer Mehrheit gelegentlich statt regelmäßig und intensiv betrieben werde. Dementsprechend lassen sich auf regionaler und städtischer Ebene auf Basis der vorhandenen Daten keine Belege für eine durch die Sharing Economy im Unterkunftssektor verursachte Wohnraumverknappung in relevanter Größenordnung finden. Für einzelne Stadtbezirke und Straßenzüge sei ein alternatives Ergebnis möglich, aber anhand der vorhandenen Daten nicht nachweisbar.

Das Homesharing könne jedoch nicht nur Einfluss auf den regulären Wohnungsmarkt haben, sondern mit vielschichtigen Effekten einhergehen, die – je nach Perspektive – wünschenswert oder weniger wünschenswert sein können. Vor diesem Hintergrund seien im Rahmen des Gutachtens Handlungsoptionen erarbeitet worden, die eine Steuerung dieser ermöglichen sollen. Die Handlungsoptionen fokussieren Effekte auf die Bereiche Steuererhebung, Wohnraumvermietung, Schutz der Stadtbevölkerung bzw. Wahrung der Tourismusakzeptanz sowie Verbraucherschutz.

Insgesamt sei festzustellen, dass verschiedene Regulierungsoptionen zur Verfügung stünden, die mit unterschiedlichen Durchsetzungstiefen verknüpft werden können. Ihr Einsatz solle jedoch zum einen den lokalen Gegebenheiten/Problemlagen vor Ort Rechnung tragen, zum anderen verhältnismäßig sein. Das setze die Erhebung von Daten voraus, die den tatsächlichen Umfang der jeweiligen Probleme beleuchten würden, die durch die Vermittlungsplattformen verschärft oder gar verursacht werden.

Von zentraler Bedeutung sei für die effektive Durchsetzung der Maßnahmen im Bereich Steuererhebung, Wohnraumvermietung, Schutz der Stadtbevölkerung bzw. Wahrung der Tourismusakzeptanz sowie Verbraucherschutz, dass die Online-Vermittlungsplattformen mehr Verantwortung übernehmen, d. h. stärker in die Regulierung einbezogen würden. Die Durchsetzung der Regulierung sei zum Teil auch essentiell, um einen fairen Wettbewerb zwischen den Anbietern der Sharing Economy und den traditionellen Betrieben des Beherbergungssektors zu gewährleisten.

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Inhaltlicher Überblick

  1. Einleitung
  2. Die Sharing Economy in Deutschland in den Sektoren Mobilität, Unterkunft und Alltagsgegenstände
  •     Marktüberblick
  •     Marktentwicklung der wichtigsten Sharing-Plattformen in Deutschland
  •     Rolle der Sharing-Anbieter im Markt   
  •     Effekte der Sharing Economy auf Beschäftigung

3. Die Sharing Economy im Unterkunftssektor

  •     Angebot an Unterkünften
  •     Nachfrage nach Unterkünften  
  •     Marktanteile im Unterkunftssektor
  •     Wettbewerbseffekte der Sharing Economy im Unterkunftssektor   
  •     Effekte auf die Verfügbarkeit von Wohnraum
  •     Problemlagen in der Sharing Economy im Unterkunftssektor  
  •     Empirische Schlussfolgerungen  

4. Regulierungsbeispiele aus der Praxis für die Sharing Economy im Unterkunftssektor

  •     Amsterdam
  •     Chicago
  •     Paris
  •     San Francisco  
  •     Wien

5. Handlungsoptionen für die Sharing Economy im Unterkunftssektor

  •     Registrierungspficht  
  •     Besteuerung   
  •     Steuerung der Vermietungstätigkeit  
  •     Schutz der Stadtbevölkerung   
  •     Verbraucherschutz
  •     Melderechtliche Pfichten der Anbieter

6. Vorschläge für Reallabore im Unterkunftssektor der Sharing Economy
7. Neue Daten
8. Fazit
Anhang
Literatur
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis

Schriftzug TPP Homepage_Empfehlung der Redaktion.jpg
 



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