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Aus- und Weiterbildung

Einflussfaktoren auf die Weiterbildungsbeteiligung von An- und Ungelernten

Erscheinungstermin: Mai 2018

Herausgeber: Institut der deutschen Wirtschaft Köln - IW Köln

Der Arbeitsmarkt verändert sich zunehmend, weshalb sich Erwerbstätige immer wieder weiterbilden müssen, um Schritt zu halten. Die vorliegende Analyse untersucht die Einflussfaktoren der Weiterbildungsbeteiligung von geringqualifizierten Erwerbstätigern.

Während lange Zeit vor allem Beschäftigte mit Berufsabschluss an Weiterbildungen teilnahmen, steigt mittlerweile auch die Beteiligung Geringqualifizierter an Schulungen kontinuierlich an. Seit 1979 hat sich der Anteil der Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss, die sich weiterbilden, mehr als verdreifacht. Nach den aktuellsten Zahlen liegt die Weiterbildungsbeteiligung der Erwerbstätigen ohne Berufsabschluss inzwischen bei rund 40 Prozent. Unter Erwerbstätigen mit Abschluss ist der Anteil mit gut 56 Prozent jedoch weiterhin höher, wie die IW Studie zeigt. Von den Akademikern bilden sich sogar rund 75 Prozent weiter.

Geringqualifizierte üben heute in stärkerem Maße einfache Arbeitstätigkeiten aus als früher. Eigentlich wäre zu vermuten, dass der technische Fortschritt mit komplexeren Tätigkeiten einhergeht. Das ist bei Geringqualifizierten aber nicht der Fall. Trotzdem steigt deren Weiterbildungsbeteiligung überproportional. Das gilt auch für jene Geringqualifizierten, die viel Einfacharbeit verrichten: Inzwischen nehmen 22 Prozent von ihnen an Weiterbildungen teil. Solche mit wenig Einfacharbeit bilden sich jedoch zweieinhalbmal so häufig weiter (rund 55 Prozent dieser Erwerbstätigen).

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