Warum Immobilien, Infrastruktur und Managerqualität für Winkenwerder strategisch entscheidend sind
Herr Winkenwerder, wie positionieren Sie die Assetklasse Immobilie aktuell innerhalb der Gesamtstrategie Ihrer Häuser?
Immobilien sind für uns weiterhin eine sehr wichtige Anlageklasse – auch im Vergleich zu Private Equity. Das liegt u.a. an der langfristigen Stabilität, den kalkulierbaren Cashflows und der Relevanz der Assetklasse im Sicherungsvermögen.
Sie investieren sowohl direkt als auch indirekt. Wie sehen Ihre aktuellen regionalen Schwerpunkte aus?
Bei Direktanlagen fokussieren wir uns in Deutschland auf Büro- und Geschäftshäuser in den Top-7-Städten, insbesondere Hamburg, Berlin und München – stets in sehr guten innerstädtischen Lagen mit hoher Drittverwendungsfähigkeit. Im indirekten Bereich bauen wir unsere Allokation in Asien aus, insbesondere in wirtschaftlich starken Metropolen wie Singapur, Seoul, Tokio, Sydney und Melbourne. Die USA sind derzeit on Hold, da wir die politischen Unsicherheiten stärker gewichten.
Infrastruktur ist für viele Investoren ein Wachstumsfeld. Wie sieht Ihre Strategie in diesem Bereich aus?
Wir sind in relevante Infrastrukturprojekte investiert – insbesondere im Energiesektor. Beteiligungen an Netzbetreibern wie TransnetBW und Amprion gehören ebenso dazu wie perspektivisch das Thema Rechenzentren. Gerade in Bezug auf Netzausbau, Stromverfügbarkeit und Nachhaltigkeit sehen wir hier langfristige Relevanz. Diese Assets sind ein wesentlicher Bestandteil unserer nachhaltigen Investitionsstrategie.
Die Auswahl von Investmentmanagern ist für institutionelle Anleger ein zentraler Erfolgsfaktor. Was ist Ihnen dabei wichtig?
Wir prüfen potenzielle Partner sehr sorgfältig – sowohl im Hinblick auf Prozesse als auch auf ihre Transparenz und Dokumentation. Handbücher, Due-Diligence-Unterlagen und Lessons Learned aus der Vergangenheit spielen eine entscheidende Rolle. Es geht nicht nur um Erträge, sondern um Steuerbarkeit, Nachvollziehbarkeit und ein belastbares Qualitätsmanagement.
Warum lohnt sich aus Ihrer Sicht die Teilnahme an der INVESTMENTexpo – gerade auch für institutionelle Investoren?
Die Expo bietet ein verdichtetes Forum, um mit anderen institutionellen Anlegern, Managern und Experten in den fachlichen Austausch zu kommen. Sie ermöglicht es, Themen wie ESG, internationale Allokation, Regulatorik oder Infrastruktur gezielt zu vertiefen – und das in einem Rahmen, der Reflexion und kontroverse Diskussionen zulässt. Für uns ist das eine wertvolle Ergänzung zur täglichen Arbeit.
INVESTMENTexpo - DER KONGRESS FÜR IMMOBILIEN UND INFRASTRUKTUR-INVESTMENTS findet vom 20.-21. Mai 2026 im Zoo Palast Berlin statt.
Anmeldung und nähere Infos unter https://www.investmentexpo.de
Die Nutzungsrechte wurden The Property Post zur Verfügung gestellt von SV SparkassenVersicherung
Erstveröffentlichung: The Property Post, Januar 2026